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"Habe gerade den FBI-Chef gefeuert. Der war ein echter Spinner"

DIE WELT-Logo DIE WELT vor 6 Tagen

Beim Besuch der russischen Delegation im Oval Office wählte US-Präsident Trump deutliche Worte bezüglich Ex-FBI-Chef Comey. Dieser sei "verrückt". Trump habe "wegen Russland einen großen Druck verspürt". Der sei jetzt weg.

Beim Besuch von Russlands Außenminister Sergej Lawrow und russischen Diplomaten am 10. Mai im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump in deutlicher Wortwahl über Ex-FBI James Comey gesprochen, den er am Tag zuvor gefeuert hatte. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf eine Aufzeichnung des Gesprächs, das der Zeitung vorgelesen wurde.

So habe Trump zu den Russen gesagt: "Ich habe gerade den FBI-Chef gefeuert. Der war verrückt, ein echter Spinner."

US-Präsident habe erklärt, der Rauswurf von Comey habe Druck aus den Ermittlungen wegen der angeblichen Verstrickungen des Trump-Wahlkampflagers mit Russland genommen: "Ich habe wegen Russland einen großen Druck verspürt. Der ist jetzt weg", sagte Trump demnach.

Dann fügte der US-Präsident den Angaben zufolge noch hinzu: "Gegen mich wird nicht ermittelt."

Trump war wegen des Treffens mit Lawrow und dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, bereits in die Kritik geraten, weil er an sie Geheimdiensterkenntnisse zu einer Bedrohung durch die Terrormiliz Islamischer Staat weitergegeben hatte.

Trump wurde zuvor vorgeworfen, mit der Entlassung Comeys die FBI-Untersuchung zu den mutmaßlichen Russland-Kontakten seines Wahlkampfteams ausbremsen zu wollen. In dem Fall wurde vom Justizministerium mittlerweile ein Spezialermittler ernannt, der frühere FBI-Chef Robert Mueller.

Die "Washington Post" veröffentlichte zeitgleich zu den neuen "New York Times"-Enthüllungen einen Bericht, wonach bei den Russland-Untersuchungen nun auch ein enger Mitarbeiter Trumps aus dem Weißen Haus als "Person von Interesse" betrachtet werde.

Trump zur ersten Auslandsreise aufgebrochen

Inmitten der schweren innenpolitischen Turbulenzen ist Trump zu seiner mit Spannung erwarteten ersten Auslandsreise aufgebrochen. Trump bestieg am Freitagnachmittag (Ortszeit) auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Joint Base Andrews außerhalb von Washington die Präsidentenmaschine Air Force One. An seiner Seite war Ehefrau Melania.

Trump wird am Samstagmorgen (Ortszeit) in Riad in Saudi-Arabien eintreffen. Dort trifft er König Salman zum Tee und nimmt bis Montag an einem Treffen des Golfkooperationsrates sowie an einem Gipfeltreffen von 50 islamischen Ländern teil. Bei diesem Treffen wird Trump eine Rede halten, in der er eine weltweit friedvolle Vision des Islam umreißen will.

Trump trifft Lawrow © dpa/Russian Ministry of Foreign Affa Trump trifft Lawrow

Insgesamt besucht der 70-Jährige in acht Tagen fünf Länder. Er reist zu den Heimstätten der drei großen, monotheistischen Weltreligionen: des Judentums, des Islam und des Christentums. Verbunden mit Gipfeltreffen der Nato und der G 7 hat die Reise aber einen eher geostrategischen als einen religiösen Charakter.

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