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War ja klar: Beliebtheitswerte im Keller – doch Trump interpretiert Umfragen anders

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 17.07.2017 berliner-kurier
US-Präsident Donald Trump: <span style="color:#222222;font-family:Slate-W01, Arial, Verdana, sans-serif;font-size:medium;">Donald Trump ist in der amerikanischen Bev&ouml;lkerung unbeliebt wie kein anderer US-Pr&auml;sident in den vergangenen Jahrzehnten. Er nimmt's aber &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; gelassen.</span> © AP Donald Trump ist in der amerikanischen Bevölkerung unbeliebt wie kein anderer US-Präsident in den vergangenen Jahrzehnten. Er nimmt's aber – natürlich – gelassen.

Unglaublich, aber: Die Zustimmung für die Politik von US-Präsident Donald Trump ist in den USA noch weiter gefallen (schon kurz nach seiner Amtseinführung fiel Trumps Beliebtheit auf ein Rekordtief).

Knapp ein halbes Jahr nach seinem Einzug ins Weiße Haus hat der Präsident weiter an Ansehen in der Bevölkerung verloren. Nach einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage der „Washington Post“ und des Senders ABC stimmen nur 36 Prozent seiner Amtsführung zu, während es im April noch 42 Prozent waren.

Dem Nachrichtenportal „Politico“ zufolge ist das der tiefste Wert für einen Präsidenten nach sechs Monaten im Amt seit 70 Jahren.

48 Prozent haben „starke“ Einwände gegen Trumps Amtsführung

Die Quote der Amerikaner, die den Kurs des republikanischen Präsidenten ablehnen, stieg laut der Umfrage auf 58 Prozent. Und fast die Hälfte – 48 Prozent – gab an, dass sie „starke“ Einwände gegen Trumps Amtsführung habe und dass die US-Führungsrolle in der Welt seit seiner Vereidigung am 20. Januar schwächer geworden sei.

Solche niedrigen Werte haben die Demokraten Barack Obama und Bill Clinton der „Washington Post“ zufolge während ihrer gesamten Amtszeit nie aufgewiesen, lediglich der Republikaner George W. Bush habe in seiner zweiten Amtszeit in „WP“/ABC-Umfragen derart schlecht abgeschnitten, schrieb die Zeitung.

Mangelnde Beliebtheit hat verschiedene Ursachen

Nach Angaben von „Politico“ kam zuletzt Nixon-Nachfolger Gerald Ford nach einem halben Jahr im Amt mit 39 Prozent im Februar 1975 Trumps Werten nahe. Sowohl Obama als auch George W. Bush hätten jeweils 59 Prozent aufgewiesen.

Die Ergebnisse der Erhebung deuten nach Angaben der Zeitung auf verschiedene Ursachen für Trumps mangelnde Beliebtheit hin.

So sei etwa die derzeitige Zustimmung zu Obamas Gesundheitsreform („Obamacare“) doppelt so hoch wie die zu republikänischen Plänen für ein neues System.

Am stärksten schneidet Trump der Umfrage zufolge bei der Wirtschaft ab: Da geben ihm 43 Prozent gute Noten, 41 Prozent schlechte. 

Trump bleibt gelassen und schaltet auf Angriff

Und wie reagiert Trump?

Der lässt die Kritik wie immer an sich abprallen. Stattdessen attackiert er via Twitter die beiden Medien: Die ABC/Washington Post-Umfrage sei die ungenaueste zur Wahlzeit gewesen. Außerdem seien knapp 40 Prozent zu dieser Zeit der Präsidentschaft nicht schlecht – meint zumindest Trump.

(dpa/so)

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