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Derzeit knapp 70.000 Apps im Microsoft Store

Dr. Windows-LogoDr. Windows 15.02.2019 Martin Geuß
© Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows)

Der Microsoft Store – früher Windows Store – blickt auf eine durchaus bewegte Geschichte zurück. Als Microsoft im Jahr 2010 in den Smartphone-Markt einstieg, standen sie mit ihren wenigen Apps den bereits dicht bevölkerten Stores von Google und Apple gegenüber, die sich regelmäßig mit neuen Statistiken überboten. 150.000 Apps hier, 180.000 Apps dort, dann wieder 220.000 auf der anderen Seite.

Im Grunde war es von Beginn an klar, dass Microsoft in diesem Rennen nicht wird mithalten können. So Mancher fragte sich auch damals schon, ob das überhaupt notwendig ist, denn damals wie heute waren mehr als 90% aller Apps in den Stores nutzloser Müll mit Download-Zahlen unterhalb der Wahrnehmungs-Grenze.

Spätestens mit dem Release von Windows 8 entschied sich Microsoft aber, trotzdem an diesem Rennen teilzunehmen und dabei tatkräftig mitzuhelfen. Man beauftragte externe Entwickler, den Store mit Apps zu fluten. Dabei ging es nicht um Qualität, sondern nur um Masse. Da wurde dann auch durchaus mal viel Geld für die Erstellung von 5.000 Wallpaper-Apps mit je einem Bild ausgegeben. Das war selbstverständlich so lächerlich, wie es klingt, aber ich hatte dennoch ein wenig Verständnis dafür, denn wir leben nun mal in einer Zeit, in der oberflächliche Informationen einen zu hohen Stellenwert haben.

Dennoch hatte ich immer gefordert, Microsoft möge doch bitte aus der Not eine Tugend machen und mit der Übersichtlichkeit seines Store werben. Weniger Apps bedeuten für Entwickler zum Beispiel auch mehr Sichtbarkeit. Man hätte außerdem sagen können: Schaut her, unser Store ist gut gepflegt, hier gehst du nicht zwischen 18.000 Taschenlampen-Apps verloren.

Im September 2016 kam dann tatsächlich die Kehrtwende, „begünstigt“ durch die Tatsache, dass das Ende von Windows Smartphones zu diesem Zeitpunkt bereits beschlossene Sache war. Microsoft begann, den Store auszumisten, außerdem implementierte man einen neuen Altersfreigabe-Prozess, und wer den nicht durchlief, dessen App flog automatisch aus dem Store. So konnte man viel Ballast abwerfen.

Von 330.000 Apps im Sommer 2016 waren im Januar 2017 dann noch rund 125.000 Apps übrig. Ungefähr zum selben Zeitpunkt versiegte leider auch mein Zugriff auf die Quelle, die mir exakte Zahlen liefern konnte, somit war es mir nicht möglich, die weitere Entwicklung zu beobachten.

Die Mehrzahl aller Apps im Microsoft Store ist für Smartphones gemacht, insofern lag es auf der Hand, dass sich ihre Anzahl im Lauf der Zeit weiter verringern wird. Nun habe ich auch endlich wieder eine Zahl: Am 12.02.19 waren exakt 69.879 Apps im Microsoft Store. Diese Info gilt für die USA, eine exakte Zahl für den deutschen Store habe ich leider nicht. Aus meinen früheren Vergleichen weiß ich aber, dass die Abweichung nicht sehr groß ist.

Ist diese Zahl besonders wichtig? Nein, ist sie nicht, für mich ist sie aber sozusagen von historischem Interesse. Aus bekannten Gründen wird es auch in den kommenden Monaten weiterhin rückwärts gehen, das hat aber keine Bedeutung für die einzige Plattform, für die der Store noch Relevanz hat: Den Windows Desktop. Hier hat sich qualitativ und quantitativ in den letzten zwei Jahren sehr viel getan, zahlreiche Desktop-Applikationen sind in den Store gekommen und werden auch genutzt (bei dem Stichwort fallen mir natürlich sofort alle Todsünden ein, weil ich euch noch die Auswertung des Mitmach-Artikels schuldig bin. Ich verspreche, sie kommt noch). Der Store taugt sicherlich nicht als alleinige Quelle, aber ich würde behaupten wollen, dass er sich etabliert hat. Trotzdem steht hinter seiner Zukunft ein Fragezeichen, denn so Einiges deutet darauf hin, dass Microsoft dem Store als Software-Quelle eine weitaus geringere Priorität geben wird als bisher. Darauf werde ich in Kürze in einem separaten Beitrag eingehen.

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