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Dieser Windows-10-PC passt in jede Hosentasche

DIE WELT-Logo DIE WELT 23.10.2017

Kleiner als der Zotac Zbox Pico geht es kaum – der Mini-PC passt locker in die Handfläche. Als Ersatz für Notebook oder Desktop-PC taugt er nicht. Dafür macht er bei anderen Aufgaben eine gute Figur.

Bei diesem PC muss darauf achten, dass man ihn nicht aus Versehen verlegt – der Zotac Zbox Pico passt locker in die Handfläche. Auch der Preis ist mini: 199 Euro. Was er kann und was nicht, sagt der Test von "Computer Bild".

Das Minigehäuse lässt wenig Platz für Bauteile: Innen sitzen der Prozessor, Arbeitsspeicher und als Speichermedium eine eMMC – die ist etwas schneller als eine Festplatte, erreicht aber nicht das Tempo einer SSD, da sie anders als eine SSD keine aufwendige Steuerungselektronik hat.

Fürs Surfen im Internet oder das Arbeiten mit Office-Programmen ist sie aber schnell genug, genau wie der Prozessor. Der Celeron N3350 erreicht höchstens ein Drittel des Tempos eines schnellen PCs mit aktuellen Core-i- oder Ryzen-Prozessoren, verbraucht dabei aber sehr wenig Strom.

Im Normalbetrieb kommt er mit fünf Watt aus, das verbrauchen ausgewachsene PCs oft schon im Leerlauf. Dadurch braucht der Mini-PC keinen Lüfter und arbeitet geräuschlos.

Computer Bild © Computer Bild Computer Bild

Für leistungshungrige Software zur Foto- oder Videobearbeitung oder grafisch aufwendige Spiele ist er aber zu schwach. Zudem ist die eMMC für einen Computer mit Windows 10 arg klein: Weniger als 20 Gigabyte bleiben für die Daten des Nutzers frei.

Die Anschlüsse des Zotac Zbox Pico

Der Pico hat drei USB-Buchsen: eine im Micro-Format für das mitgelieferte USB-Netzteil und zwei modernere USB-C-Buchsen. Die beiden dienen zum Anschluss von Zusatzgeräten.

Über einen mitgelieferten Adapter von USB-C auf HDMI ist der Zotac an Monitor oder Fernseher anschließbar. Bild und Ton sind per HDMI richtig gut – wenig überraschend, da die Signalübertragung digital erfolgt.

Zbox Pico mit Bluetooth und WLAN-ac

Tastatur und Maus gehören nicht zum Lieferumfang, lassen sich aber per USB anschließen. Weniger Kabelverhau gibt es mit Bluetooth-Tastatur und -Maus. Dazu braucht man aber erst einmal USB-Geräte, um die Bluetooth-Verbindung einzurichten. Danach bleiben die USB-Buchsen frei.

So kann der Pico hinter dem Monitor verschwinden. Dafür bringt der Zotac einen Klemmhalter mit. Gut: Für den Kontakt zum WLAN setzt der Pico auf die aktuelle ac-Technik und funkt per Dual-Band auf 2,4 und 5 Gigahertz. Da darf der WLAN-Router ruhig etwas weiter entfernt stehen.

Fazit: Der Zotac Zbox Pico ist kein Ersatz für Notebook oder Desktop-PC, dafür reichen Power und Speicherplatz einfach nicht. Als Zweit-PC im extremen Miniformat zum Überall-Mitnehmen macht er dagegen eine gute Figur, etwa um mit dem Fernseher im Wohnzimmer im Internet zu surfen oder die Fotosammlung durchzustöbern.

Stärken: Extrem klein, lautlos, gute Bild- und Tonqualität, für Office schnell genug

Schwächen: Wenig Speicherplatz, für aufwendige Software (Spiele, Foto- und Videobearbeitung) zu langsam

Testnote: ausreichend (3,90)

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