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Nokia 6.1 im Kurztest: Ein Familienmitglied sucht seinen Platz

Dr. Windows-LogoDr. Windows 18.06.2018 Martin Geuß
© Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows)

Seit das Unternehmen HMD Global der Marke Nokia neues Smartphone-Leben eingehaucht hat, vergeht gefühlt kaum eine Woche, in der nicht ein neues Modell vorgestellt wird oder als Gerücht die Runde macht. Ganz so krass ist es natürlich nicht, aber die Schlagzahl der HMD-Leute ist wirklich beachtlich. Gleichzeitig wird diese aber so ein bisschen zum Problem: Man tut sich schwer, die einzelnen Modelle gegeneinander abzugrenzen.

Wenn man das Nokia 6.1 mit dem Nokia 7 Plus vergleicht, welches ich Anfang Mai getestet habe, gibt es eigentlich nur drei Punkte, in denen sich die Geräte deutlich unterscheiden: Größe, Preis und Kamera . Um dem Fazit vorzugreifen, wie ich das ja ganz gerne tue: Es fällt mir trotzdem schwer, Gründe zu finden, warum man statt zum Nokia 6.1 nicht doch besser gleich zum Nokia 7 Plus greifen sollte. Das mag allerdings daran liegen, dass ich vom 7 Plus nach wie vor restlos begeistert bin.

Ok, der Preisunterschied ist signifikant, vor allen Dingen in dieser Preisklasse: Der Straßenpreis des Nokia 6.1 liegt bei 260 Euro (für die 32 GB-Version), das Nokia 7 Plus kostet fast hundert Euro mehr. Dafür bekommt man beim Nokia 7 Plus ein um 0,5 Zoll größeres Display bei nur 0,3 Zoll längerem Gehäuse, weil der Gehäuserahmen um das Display kleiner ausfällt.

Der ganz wesentliche Unterschied aber ist die Kamera: Während diese beim Nokia 7 Plus in bestimmten Situationen sogar den mehr als doppelt so teuren Flaggschiffen anderer Hersteller die Flötentöne beibringt, taugt sie beim 6.1 nur für Schnappschüsse. Brauchbar am Tag, unbrauchbar in der Dunkelheit. In dieser Preisklasse üblich und daher nicht wirklich ein Nachteil, man sollte es aber wissen.

Und damit hören wir nun auch auf zu vergleichen und widmen uns dem Nokia 6.1

Nokia 6.1 © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Nokia 6.1

Die technischen Daten:

  • 5,5 Zoll IPS Display, 1.920×1.080 Pixel, Gorilla-Glas 3
  • CPU: Qualcomm Snapdragon 630 Octacore mit max 2,2 Ghz
  • 3 GB RAM
  • 32 GB oder 64 GB interner Speicher
  • microSD/Dual SIM-Kombislot (entweder/oder)
  • Hauptkamera: 16 MP mit Dual Tone-Blitz
  • Frontkamera: 8 MP
  • Anschlüsse: USB-C, 3,5 mm Audio
  • Akku: 3.000 mAh
  • Maße: 148.8×75.8×8.6mm
  • Betriebssystem: Android One 8.1

Nokia 6.1 © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Nokia 6.1

Das Nokia 6.1 wirkt, wenn man es zum ersten Mal in die Hand nimmt, sofort unverwüstlich. Es hat ein kantiges Design, das ihm aber gut zu Gesicht steht, und das vergleichsweise hohe Gewicht empfand ich nicht als störend, sondern eher vertrauensbildend – das Ding hält was aus. Jeder, der mal ein Lumia 920 besessen hat, wird wissen, was ich meine. Dass man dem Nokia 6.1 wirklich viel zumuten kann, beweist dieses YouTube-Video.

Der kupferfarbene Rahmen um den Gehäuserand, den Fingerabdruckleser und die Kamera wertet das Gerät optisch auf und lässt es für diese Preisklasse endgültig „edel“ wirken. Nachdem ich nun das Nokia 6.1, das 7 Plus und auch das Nokia 8 Sirocco in den Fingern hatte, kann ich den Designern von HMD attestieren, dass sie es wirklich verstehen, jedem Gerät seine eigene Note zu verpassen.

Nokia 6.1 © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Nokia 6.1

Das Display des Nokia 6.1 hat mich ebenfalls positiv überrascht. Text wird einwandfrei und kontrastreich dargestellt, auch Bilder können sich sehen lassen. Im direkten Vergleich mit dem 7 Plus (Mist, ich wollte doch nicht mehr vergleichen) kam es mir sogar einen Tick brillanter vor. Diesen Eindruck hat man allerdings oft, wenn man das gleiche Bild auf einem kleineren Display betrachtet. Unter dem Strich ist es aber durchaus auf Augenhöhe.

An der Performance gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln. Natürlich geht es alles eine Idee langsamer als auf einem Highend-Gerät, aber das Nokia 6.1 arbeitet jederzeit flüssig, hier kommen die Vorteile des „nackten Android“ zur Geltung. Bei allen im Alltag genutzten Apps wie WhatsApp, Facebook, Twitter, Telegram usw. bemerkt man den Unterschied zu leistungsfähigen Phones wirklich nur, wenn man sie direkt daneben legt.

Nokia 6.1 © Bereitgestellt von Martin Geuss (Blog Dr. Windows) Nokia 6.1

Erfreulich ist, dass das Nokia 6.1 über einen USB-C Anschluss mit Schnellladefunktion verfügt, das ist in der unteren Mittelklasse noch längst keine Selbstverständlichkeit. Belastbare Praxis-Werte zur Akkulaufzeit kann ich leider nicht liefern, ich habe das Testgerät nur nebenbei genutzt. Ich bin aber dennoch sicher, dass man damit ganz locker über den Tag kommt.

Alternativ zu der hier gezeigten Variante gibt es das Nokia 6.1 noch in Weiß, zum Beispiel bei Amazon.

Ich würde das Nokia 6.1 jedem Interessenten empfehlen, der ein grundsolides Smartphone für den Alltag benötigt und der keine besonderen Ansprüche an die Kamera hat. Mit Blick auf die spezielle Leserschaft von Dr. Windows würde ich sagen, dass sich das Gerät ideal für Umsteiger vom Lumia 650 eignet.

Vorschau: Im nächsten Test geht es nach „ganz unten“: Heute kam das Nokia 1 bei mir an.

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