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"Das ist unser Monte Carlo": Touristenansturm an der bosnischen Adria

Sonne, Meer und Strand, eigentlich hat der bosnische Badeort Neum alles, was das Touristenherz begehrt. Dennoch führte die Adriastadt bislang eher ein Aschenbrödeldasein im Schatten von Touristenhochburgen wie Split oder Dubrovnik. Doch das war vor der Coronakrise. Seit Anfang Juli boomt der Tourismus im sogenannten Neum-Korridor, Bosnien Herzegowinas einzigem Zugang zum Meer. Rund 30.000 Betten sind bis Ende August restlos ausgebucht. Zurückzuführen ist der Boom vor allem auf die Einschränkungen Kroatiens für den nachbarschaftlichen Einreiseverkehr aus Bosnien-Herzegowina und Serbien. Neum bot sich an als Alternative - und platzt aus allen Nähten. "Corona-freies" Reiseziel "Das ist unser Monte Carlo", sagt ein Tourist aus Mostar. "Und ich würde sogar hinzufügen: Es ist schöner als das echte Monte Carlo!" Das Gros der Touristen, etwa 80 Prozent, kommt aus Bosnien oder Serbien. Angst vor Ansteckung scheint niemanden so recht zu plagen. Masken sind wenn überhaupt nur in Geschäften zu sehen. "Es ist wirklich schwer mit all den Corona-Einschränkungen", meint ein Bosnier aus Schweden. "Hier in Neum gibt es keine Einschränkungen, und es ist viel einfacher hierher zu kommen." Sie glaube nicht, dass es in Neum gefährlich sei, bestätigt eine serbische Urlauberin. "Wir sind alle vorsichtig, aber auch entspannt, achten auf Abstand, um uns zu schützen, aber ganz locker. Alles wird gut! Bosnien-Herzegowina hat bislang mehr als 13.600 bestätigte Corona-Infektionen und 396 Todesfälle zu verzeichnen. Neum bezeichnet sich als ein Corona-freies Reiseziel. Noch. Man sei sich des Risikos bewusst, angesichts der Meschenmassen. An einen Lockdown will niemand denken.
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