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Gedenken am Bullenhuser Damm: Senat dankt für Engagement

dpa-Logodpa 20.04.2019 dpa

Die Stadt Hamburg hat der Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm für ihre Verdienste um die Erinnerungskultur gedankt. In ihrem 40-jährigen Bestehen hätten ihre Mitglieder dazu beigetragen, «dass die Gedenkstätte Bullenhuser Damm ein ganz elementarer Bestandteil der Hamburger Erinnerungskultur an die Gräueltaten der Nazizeit ist», sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Sonnabend bei einer Gedenkfeier in der ehemaligen Schule, in der 1945 kurz vor Kriegsende 20 jüdische Kinder von der SS ermordet wurden.

Gedenksteine hängen im Rosengarten der Gedenkstätte Bullenhuser Damm. © Foto: Bodo Marks/Archivbild Gedenksteine hängen im Rosengarten der Gedenkstätte Bullenhuser Damm.

«Von großer Bedeutung ist die langjährige Einbeziehung der Angehörigen der Opfer, die auch internationale Beachtung findet und die Bemühungen Hamburgs in die Welt trägt, dass diese Taten niemals in Vergessenheit geraten werden», sagte Leonhard. Zu der Gedenkfeier waren auch zahlreiche Angehörige aus dem Ausland angereist.

Bei den Opfern handelte es sich um 20 Jungen und Mädchen aus Polen, Italien, Frankreich, den Niederlanden und der Slowakei im Alter von fünf bis zwölf Jahren, die im Konzentrationslager Neuengamme von einem SS-Arzt für medizinische Experimente missbraucht worden waren. Mit ihrer Ermordung in der Nacht zum 21. April 1945 sollten die Spuren des Verbrechens kurz vor der Einnahme Hamburgs durch die Briten verwischt werden.

Die Gedenkstätte in der seit 1987 geschlossenen Schule im Stadtteil Rothenburgsort geht maßgeblich auf die Vereinigung Kinder vom Bullenhuser Damm zurück. Inzwischen gehört der Gedenkort mit Ausstellung zur städtischen KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

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