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Jodeln und anstecken: Die Schweiz fährt den Pandemieschutz wieder hoch

Die neue Woche beginnt in der Schweiz mit einer Verschärfung der Pandemiebestimmungen. Während die Aufforderung an Unternehmen, ihre Belegschaften von zu Hause aus arbeiten zu lassen, eine Empfehlung ist, ist anderes bindend. Der Schweizer Gesundheitsminister Alain Berset erklärt: „Die Maßnahmen treten ab Montag in Kraft. Das Tragen einer Maske ist in allen öffentlich zugänglichen Räumen Pflicht. Versammlungen von mehr als 15 Menschen sind in der Öffentlichkeit nicht erlaubt - man kann sagen, dass solche Versammlungen nicht wirklich im Winter stattfinden, aber dennoch. Wenn die Menschen in öffentlichen Räumen etwas trinken, müssen sie dabei sitzen. Bei privaten Veranstaltungen ist dies der Ort, an dem die meisten Infektionen auftreten, und das wissen wir.“ Die Ansteckungszahlen sind in der Schweiz im Laufe der zurückliegenden Woche stark gestiegen. Vermutet wird, dass sich der Erreger auch bei zwei Aufführungen des Jodel-Musicals „Uf immer und ewig" stark weiterverbreitet hat. Rund 600 Menschen wohnten den beiden Aufführungen Ende September bei. „Der starke Anstieg der Fallzahlen in den letzten Tagen ist besorgniserregend. Er zeigt sich in allen Altersklassen und in allen Kantonen. Auch die Zahl der Hospitalisierungen nimmt zu. Ziel der neuen schweizweiten Massnahmen von Bund und Kantonen ist, die Gesundheit der Bevölkerung besser zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitswesens in den nächsten Wochen und Monaten zu verhindern", heißt es seitens des Bundesamts für Gesundheit (BAG). In Italien gab Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend weitere Einschränkungen bekannt: Lokale müssen um Mitternacht schließen, an einem Tisch dürfen nicht mehr als sechs Personen Platz nehmen. Zudem müssen die Restaurantbetreiber Buch führen, wer bei ihnen zu Gast ist. Bürgermeister erhalten wieder die Befugnis, öffentliche Straßen und Plätze ab 21 Uhr bei Bedarf mit Betrittsverboten zu belegen. In Prag drückten Hunderte ihren Unmut ob der strengen Regeln aus, mit denen versucht wird, der Ausbreitung des Erregers in Tschechien Herr zu werden. Anhänger von Fußball- und Eishockeymannschaften beteiligten sich an der Kundgebung. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Wurfgeschosse flogen, die Polizei rückte mit Wasserwerfern an. 20 Menschen erlitten Verletzungen. Die Anzahl der Covid-19-Toten in Europa hat laut der Nachrichtenagentur AFP mittlerweile eine Viertelmillion erreicht.
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