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Schmiergeldskandal: früherer König Juan Carlos verlässt Spanien

Die Spanier haben die Nachricht ihres ehemaligen Königs Juan Carlos, das Land verlassen zu wollen, mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Seit einigen Wochen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den 82-Jährigen, er soll in einen Finanzskandal verwickelt sein. Einige Spanier versammelten sich vor Juan Carlos' Wohnhaus am Stadtrand von Madrid. Die Sportlehrerin Nadia Rodriguez lebt in Madrid, sie meint: "Wir alle haben unsere Meinung über den König und das Geld. Es ist besser, wenn er einfach geht. Ich weiß nicht, wie er für sich selbst sorgen wird, das ist seine Sache, aber es ist besser so. Er hat Spanien in keinem guten Licht dastehen lassen." Jose Manuel kritisiert eine mögliche Vorverurteilung und meint: "Bis zum Beweis der Schuld muss die Unschuldsvermutung gelten. Es ist immer einfach dieses und jenes zu sagen, wir wissen nicht, ob er es getan hat." "Öffentlichen Reaktionen auf gewisse Episoden seines früheren Privatlebens" In einem Brief an seinen Sohn König Felipe begründet Juan Carlos seine Entscheidung mit "öffentlichen Reaktionen auf gewisse Episoden seines früheren Privatlebens". Er wolle seinem Sohn nicht im Wege stehen. Juan Carlos dankte 2014 nach fast 40 Jahren als König ab - nach Korruptionsanschuldigungen gegen den Ehemann seiner Tochter und eines publik gewordenen, umstrittenen Jagdausflugs des Monarchen. Seit Juni diesen Jahres untersucht die Staatsanwaltschaft, ob Juan Carlos für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke Schmiergelder in Millionenhöhe aus Saudi-Arabien kassiert hat.
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