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USA verbieten Behörden Nutzung von russischer Kaspersky-Software

t3n Magazin-Logot3n Magazin 14.09.2017 t3n Redaktion
Hexenjagd oder berechtigte Vorwürfe? In den USA wird Kaspersky aktuell heftig kritisiert. © dpa Hexenjagd oder berechtigte Vorwürfe? In den USA wird Kaspersky aktuell heftig kritisiert.

Die US-Regierung hat Bundesbehörden die Benutzung von Software des russischen Konzerns Kaspersky verboten. Innerhalb von 90 Tagen muss Kaspersky von allen Behören-Computern entfernt werden.

Das US-Heimatschutzministerium erklärte am Mittwoch, man sei besorgt über Verbindungen zwischen Kaspersky und russischen Geheimdiensten. Es bestehe das Risiko, dass die russische Regierung den Zugang über Kaspersky-Produkte ausnutzen könne, um Informationssysteme der US-Behörden zu kompromittieren, hieß es in einer Mitteilung.

Das Verbot folgt auf eine Warnung des FBIs vergangenen Monat vor Kaspersky, die an US-Unternehmen verschickt wurde. Unter anderem warnte die US-Bundespolizei vor einer engen Verstrickung zwischen der Anti-Malware-Firma und russischen Sicherheitsbehörden.

Kaspersky weist Verbindungen zum Kreml zurück

Die Sicherheitssoftware von Kaspersky gewähre einen umfassenden Zugang auf Dateien und Administrationsrechte von Computern, auf denen sie installiert sei, erklärte jetzt das Ministerium. Die Behörden hätten 60 Tage Zeit, um Pläne zu entwickeln, wie die Benutzung der Programme gestoppt werden könne, und 90 Tage, um diese umzusetzen. Man habe Kaspersky die Gelegenheit gegeben, zu den Bedenken Stellung zu nehmen.

Kaspersky ist auf Sicherheits- und Anti-Viren-Programme spezialisiert. Die Software wird auch in Deutschland häufig genutzt. Kritiker werfen dem Unternehmen Verbindungen zum Kreml vor. Kaspersky weist das zurück. dpa

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