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Wirtschaftspolitik: FDP fordert von Altmaier Krisengipfel zu Coronavirus

Handelsblatt-Logo Handelsblatt vor 4 Tagen Sigmund, Thomas
Die FDP fordert konkrete Maßnahmen des Wirtschaftsministers. © Reuters Die FDP fordert konkrete Maßnahmen des Wirtschaftsministers.

Die Liberalen werfen Altmaier Untätigkeit vor. Das Virus bedrohe die Lieferketten vieler deutscher Unternehmen, doch bislang fehlten die Antworten.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aufgefordert, einen Krisengipfel zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Gipfels einzuberufen. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus können schnell in die Milliarden gehen“, sagte Theurer dem Handelsblatt.

Die Industrieproduktion sei genauso betroffen wie Tourismus und Handel. Als Konsequenz forderte Peter Altmaier auf, so schnell wie möglich einen Gipfel mit der Wirtschaft einzuberufen. „Bei dem Treffen sollen Fakten gesichert, Maßnahmen diskutiert werden, um gegebenenfalls aktiv zu werden“, sagte er.

Theurer warf Altmaier Untätigkeit vor. „Das Wirtschaftsministerium befindet sich offensichtlich im Tiefschlaf. Wir brauchen neben den notwendigen und prioritären Gesundheitsmaßen auch einen wirtschaftspolitischen Plan“, fordert Theurer. Laut der Unternehmensberatung Kearney belasten die durch das Coronavirus verursachten Zwangspausen in vielen chinesischen Unternehmen die Lieferketten im weltweiten Handel. Kann die Epidemie nicht rasch eingedämmt werden, drohen Lieferschwierigkeiten auch für deutsche Unternehmen.

Die Forderung kommt vor dem Hintergrund  einer sich abschwächenden Wirtschaft. Laut dem Statistischen Bundesamt vom Freitag tritt die deutsche Wirtschaft auf der Stelle. In den letzten drei Monaten 2019 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal nicht mehr.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus sind laut Ökonomen noch nicht absehbar. Doch je länger der wichtige Wirtschaftsmarkt in Mitleidenschaft gezogen wird, umso schwieriger könnte die Lage werden. Die deutsche Industrie ist auch auf chinesische Vorleistungen angewiesen. Bislang hat das Bundeswirtschaftsministerium nach Kenntnissen des Handelsblatts keine Maßnahmen zur Abfederung möglicher Auswirkungen geprüft.

Mehr: Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Epidemie finden Sie in unserem Newsblog.

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