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Österreich: Deutsche Wanderin von Jungkühen angriffen und verletzt

stern-Logo stern 13.07.2020 rpw
Im Jahr 2014 gab es durch Kühe mehr Tote als durch Weiße Haie (Symbolbild) © Picture Alliance/Bildagentur-online / Volz-McPhoto Im Jahr 2014 gab es durch Kühe mehr Tote als durch Weiße Haie (Symbolbild)

In der österreichischen Gemeinde Neustift im Stubaital ist eine 57-jährige Wanderin von Kühen attackiert und verletzt worden. Solche Zwischenfälle sind keine Seltenheit. Bereits vor zwei Wochen wurde ein Schweizer Ehepaar ebenfalls in Neustift von Kühen angegriffen.

In der österreichischen Gemeinde Neustift im Stubaital ist am Sonntag eine Wanderin von Kühen attackiert und verletzt worden. Wie die Tiroler Polizei berichtet, durchquerte das Opfer, eine 57-jährige Frau aus Deutschland, ein Weidegebiet, als plötzlich mehrere Jungkühe auf sie losgingen.

Die Tiere stießen die Deutsche über den Wegrand in einen Wald hinaus. Von dort setzte sie einen Notruf ab, wurde allerdings aufgrund einer ungenauen Wegbeschreibung erst nach einer längeren Suche gefunden. Inzwischen wird die Frau in einem Krankenhaus in Hall behandelt.

Mehr Tote durch Kühe als durch Weiße Haie

Dass Kühe Menschen angreifen und verletzen, kommt nicht selten vor. Bereits vor zwei Wochen wurde ein Schweizer Ehepaar ebenfalls in Neustift von Kühen angegriffen und niedergestoßen. Die Begegnung mit Kühen kann eine unterschätzte Gefahr sein. Im Jahr 2014 gab es durch Kühe mehr Tote als durch Weiße Haie. Oftmals kommt es vor allem dann zu gefährlichen oder tödlichen Zwischenfällen, wenn Wanderer Hunde dabei haben – und die Mutterkühe ihre Kälber beschützen wollen.

Der Deutsche Alpenverein gibt deshalb auf seiner Internetseite Tipps, wie man sich vor einer Kuh-Attacke schützen kann. Demnach sei das Wichtigste, Abstand zu halten – und Ruhe zu bewahren. Wenn man den Tieren begegnet, sollte man nicht laut schreien oder herumhüpfen, sondern diese ruhig und unauffällig passieren, so der Verein. Letztendlich sei wie auf Skipisten im Winter die Eigenverantwortung der Wanderer gefragt.

Quelle: Polizei Tirol / Deutscher Alpenverein / "Welt" 

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