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„Brummi-Andi” wieder vor Gericht: Er soll Minderjährige zu Prostitution gezwungen haben

EXPRESS-Logo EXPRESS 11.10.2018 Günther Classen
Brummi_Andi_Prozessauftakt_Aachen: Der unter anderem wegen der Zwangsprostitution von Frauen und Fahren ohne Fahrerlaubnis in 42 Fällen angeklagte Andreas B. neben seinem Anwalt Marcus Hertel. © dpa Der unter anderem wegen der Zwangsprostitution von Frauen und Fahren ohne Fahrerlaubnis in 42 Fällen angeklagte Andreas B. neben seinem Anwalt Marcus Hertel.

Illegale Spritztouren mit dem Lastwagen des Vaters brachten einem Jugendlichen einst den Namen „Brummi-Andi” ein.

Jetzt steht er als 33-Jähriger wieder vor Gericht – wegen 72 Straftaten.

Als „Brummi-Andi” erlangte Andreas B. (33) traurige Berühmtheit, am Donnerstag steht der Serien-Straftäter in Aachen wieder vor Gericht.


Andi B. wollte unliebsame Prostituierte töten lassen

Unter den 72 Fällen und Anklagepunkten: allein 42 Mal Fahren ohne Fahrerlaubnis. Fahrerflucht, Fahren unter Alkohol, Zuhälterei, Menschenhandel, Bedrohung, Nötigung, Handel mit Falschgeld und Betäubungsmitteln, schwere Körperverletzung, schwere menschengefährdende Brandstiftung, Nötigung.

Minderjährige Mädchen soll „Brummi-Andi” unter Drohungen und Misshandlungen zur Prostitution gezwungen. Er soll 1000 Euro Kopfgeld auf sie ausgesetzt haben, wenn sie sich vor ihm versteckten. Er drohte sonst deren „Sippschaft in ein Säurefass“ zu packen oder einem Kind „den Kopf abzuschlagen“. B. soll auch den Bruder einer Frau bedroht und versucht haben, das Haus des Mannes anzuzünden.

Die Staatsanwältin brachte es auf den Punkt: „rabiat und aggressiv.”

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Mit 14 hat er Lastwagen geklaut und überfuhr Polizisten

Monatelang hatten Polizei und Staatsanwaltschaft den 33-Jährigen im Raum Langenfeld/Düsseldorf gesucht. Bis er am 6. Februar 2018 in Düsseldorfer verhaftet werden konnte. 

Seit seinem 14. Lebensjahr ist er „Kunde” der Polizei. B. hatte als Kind zunächst begonnen, Lastwagen zu stehlen, mit ihnen durch Europa zu fahren. Damals saß er mit seinem Vater in der Express-Redaktion und versicherte, jetzt „anständig“ zu werden, Niemand ahnte damals, welche Verbrecher-Karriere er bald einschlagen wird.

Trauriger Höhepunkt später nach einem erneuten Laster-Diebstahl war die Tötung des niederländischen Polizisten Tom K. (33), den er an einer Polizeisperre überfahren hatte.

Er war mehr im Knast als in Freiheit

In den letzten Jahren wurde er mehrfach verurteilt, vergewaltigte in der Haft einen Mitgefangenen. B. war mehr in Knast als in Freiheit. Und wenn er frei war, terrorisierte er die Menschen, verhöhnte Polizei und Justiz.

Als ihm 2017 der Boden in Düsseldorf, Langenfeld und Monheim zu heiß wurde, verlagerte er seine seine Taten in den Kreis Heinsberg, nach Erkelenz und Aachen. Und hier wurde kurzen Prozess mit ihm gemacht.

Das Gericht hat zehn Verhandlungstage bis zum 16. November geplant.


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