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„Florence”: Irre, wie Amerikaner gerade mit gebratenen Eiern ihren Hurrikan messen

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gebratene_eier_symbolbild: Wenn das „Waffle House” nach einem Sturm noch Eier brät, dann war alles nur halb so schlimm. © picture alliance / dpa (Symbolbild) Wenn das „Waffle House” nach einem Sturm noch Eier brät, dann war alles nur halb so schlimm.

Langsam, aber mit einer gewaltigen Zerstörungskraft steuert Hurrikan „Florence” auf die US-Südostküste zu. Noch am Freitag sollte er auf Land treffen. Schon jetzt ergießen sich heftiger Regen und meterhohe Fluten über die Küste.

Und wenn der Hurrikan erst das Land getroffen hat, dann kommt auch er wieder zum Einsatz: der Waffle-House-Index von der amerikanischen Koordinationsstelle für Katastrophenhilfe (Fema).

Waffle-was?

„Waffle House” ist ein amerikanisches Schnellrestaurant, in dem herzhafte Waffeln verkauft werden – mit gebratenen Eiern etwa oder Speck. Das Ausmaß der Schäden eines Sturmes bewerten US-Behörden auch danach, ob und wie gut die Fast-Food-Filialen noch laufen. Dafür gibt es auch ein spezielles Ampelsystem.

waffle_house_restaurant_usa © picture alliance/dpa waffle_house_restaurant_usa

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Grün, gelb, rot

Hat eine Filiale geöffnet und kann sie das gesamte Menu anbieten, dann ist der Wert der Ortschaft auf Grün. Bei Gelb gibt es lediglich ein limitiertes Menu, möglicherweise gibt es Probleme bei der Stromversorgung. Und bei Rot ist die Filiale geschlossen. 

Heißt im Klartext: Wenn das „Waffle House” nach einem Sturm noch Eier brät, dann war alles nur halb so schlimm.

„Wenn man ankommt und das Waffle House ist geschlossen, dann ist es schlimm. Dann wird unsere Hilfe benötigt”, erzählte der ehemalige Leiter der Fema und Begründer des Indexes, Craig Fugate, vor einiger Zeit dem „Wall Street Journal”.

System gibt es seit 2004

Das System gibt es seit 2004, da traf Hurrikan „Charlie” den US-Bundesstaat Florida.

Fema-Mitarbeiter stellten dort fest, dass mehrere „Waffle House”-Filialen entweder dicht waren oder nur eine beschränkte Karte anboten. Die Experten waren alarmiert, weil nämlich die Kette im Normalfall rund um die Uhr geöffnet hat. 

Der Index ist deshalb so hilfreich, weil sich Regionen schneller erholen, in denen Läden und Restaurants schnell wieder geöffnet sind. Bewohner können dann nicht nur Nahrung besorgen, sondern auch Werkzeug und Dinge zur Reparatur. 

Nach eigenen Angaben trainiert die Restaurantkette sogar ihre Mitarbeiter für solche Krisenfälle. Das Unternehmen wirbt damit, betroffenen Menschen nach einem Sturm oft das erste warme Essen anbieten zu können.

(mg, dpa)

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