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15.741 Fälle – Corona-Neuinfektionen etwas unter Vorwochenstand

WELT-Logo WELT 22.11.2020
Das RKI vermeldet mit über 23.600 Corona-Neuinfektionen einen neuen Rekordwert. Die Infektionszahlen steigen zwar nicht mehr rapide, sinken jedoch auch nicht. Mehrere Politiker gehen deshalb von einer Verlängerung der aktuellen Maßnahmen aus. Quelle: WELT © WELT Das RKI vermeldet mit über 23.600 Corona-Neuinfektionen einen neuen Rekordwert. Die Infektionszahlen steigen zwar nicht mehr rapide, sinken jedoch auch nicht. Mehrere Politiker gehen deshalb von einer Verlängerung der aktuellen Maßnahmen aus. Quelle: WELT

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut (RKI) mit 15.741 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle in Deutschland gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das 1206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht.

Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 16.947 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23.648 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 918.269 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Sonntag um 138 auf insgesamt 14.022. Das RKI schätzt, dass rund 603.800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,07 (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Corona in Europa

Die Ukraine meldete am Samstag ein Rekordhoch an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Nach Aussagen von Gesundheitsminister Maksym Stepanov stieg die Zahl der neuen Fälle binnen 24 Stunden um 14.580 auf 612.665.

Aus den besonders hart von der Pandemie betroffenen Ländern Großbritannien und Italien werden am Samstag niedrigere Daten zu Neuinfektionen und Todesfällen als zuletzt gemeldet. Großbritannien berichtet von 19.875 neuen Ansteckungen und 341 weiteren Todesfällen nach 20.252 und 511 am Freitag. Italien meldet 34.757 Neuinfektionen und 692 Todesfälle. Am Freitag waren es 37.242 Ansteckungen und 699 Tote.

In Lettland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Samstag mit 642 Fällen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand erreicht. Damit habe es seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr über 12.700 erfasste Fälle in dem baltischen EU-Land gegeben, teilte die Gesundheitsbehörde in Riga mit.

Griechenland meldete am Samstag 108 weitere Corona-Tote – so viele wie noch nie binnen eines einzigen Tages. Eine Aufhebung des aktuell geltenden Lockdowns am 1. Dezember scheint daher kaum noch realistisch. Ein Regierungssprecher hatte diese Einschätzung angesichts der Entwicklung der Pandemie in Griechenland bereits am Freitag geäußert. Insgesamt wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden bislang 90.121 Infektionen und 1527 Todesfälle bestätigt.

Corona weltweit

In Russland erreichte die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen neuen Höchststand. Die Gesundheitsbehörden verzeichneten am Samstag 24.822 Ansteckungen und 476 Todesfälle binnen 24 Stunden. Erst am Donnerstag hatte die Zahl der Neuansteckungen in dem Land die Zwei-Millionen-Marke überschritten – am Samstag waren es insgesamt 2.064.748 Fälle.

Coronavirus © Infografik Die Welt/Steinröder Coronavirus

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte den Regionen im Oktober „gezielte und gerechtfertigte“ Maßnahmen empfohlen, die unabhängig von Moskau getroffen werden könnten. Das medizinische Personal in St. Petersburg war derweil im Dauereinsatz. „Wir bekommen derzeit sehr viele Anrufe, die Zahl der Erkrankten steigt“, sagte der Fahrer eines Rettungswagens der Nachrichtenagentur AFP.

In Japan stieg die täglichen Neuinfektionen um 2560 Fälle, ein neuer Rekordwert, wie der Sender NHK am Samstag berichtete. In Tokio wurden 539 Neuansteckungen gemeldet.

In den USA stieg die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen nach Angaben der Seuchen-Kontrollbehörde CDC vom Samstag binnen eines Tages um 192.673 auf 11.843.490. Zudem kletterte demnach die Zahl der Toten um 1885 auf 253.600. Wenige Tage vor dem verlängerten Thanksgiving-Wochenende steuert das von der Pandemie am stärksten betroffene Land damit auf die Marke von zwölf Millionen Infektionen zu. Das CDC rät dringend von Reisen an den bevorstehenden Feiertagen ab. „Wir sind alarmiert durch den exponentiellen Anstieg an Fällen und Krankenhauseinweisungen.“

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