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17-Jähriger fährt auf ICE-Dach mit

WELT-Logo WELT 10.08.2018

Pk zu 100 Tage Betrieb auf der ICE-Trasse Berlin-München © pa/Martin Schutt/dpa-ZB/dpa, Montage: Welt HD Pk zu 100 Tage Betrieb auf der ICE-Trasse Berlin-München

Mutprobe mit Folgen: Ein Jugendlicher aus Hamburg ist am Donnerstag auf dem Dach eines Intercity Express mitgefahren. Dabei erleidet er einen Stromschlag aus der Oberleitung – mit schlimmen Folgen.

Ein 17-Jähriger aus Hamburg ist laut Bundespolizei auf dem Dach eines ICE mitgefahren. Allerdings erlitt der junge Mann dabei einen Stromschlag und wurde schwer verletzt. Er wurde in einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik in Hannover gebracht. Die Bundespolizei warnt eindringlich vor ähnlichen Mutproben.

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Wie Detlef Lenger, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Hannover, erklärte, war der 17-Jährige bereits am Donnerstag auf dem Dach des aus Hamburg kommenden ICE bis Nienburg mitgefahren. Lenger: "Unterwegs, möglicherweise in der Nähe von Verden, muss der Hamburger einen Stromschlag aus der über ihm verlaufenden Oberleitung bekommen haben."

Mit Rettungshubschrauber in Klinik

Erst knapp 40 Kilometer weiter, in Nienburg, wo der Zug außerplanmäßig hielt, gelang es dem schwer verletzten Jugendlichen, mit seinem Rucksack vom Dach des Zuges zu klettern. Er bat bei einer nahe gelegenen Baufirma um Hilfe. Der Sprecher der Bundespolizei erklärte: "Die Mitarbeiter verständigten sofort den Rettungsdienst, der dann aber entschied, den Patienten per Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Hannover zu fliegen." Der Mann sei gesundheitlich stabil.

Der 17-Jährige war ersten Ermittlungen zufolge allein unterwegs. Mit einem Polizeihubschrauber wurde die Strecke abgesucht, aber keine weiteren mutmaßlichen ICE-Surfer entdeckt. Die Ermittlungen zu "Tathergang und Motivation" seien noch am Anfang, betonte Lenger. "Ermittler der Bundespolizei fanden auf dem Zugdach auch die entsprechenden Spuren."

14-Jähriger bei S-Bahn-Surfen getötet

Die Bundespolizei warnt vor "derartig riskanten und lebensgefährlichen Mutproben". Ab einer Entfernung von eineinhalb Metern zur Oberleitung könne es zu einem Spannungsüberschlag mit bis zu 15.000 Volt kommen. Schwere Verbrennungen und innere Verletzungen seien die Folge, die auch Wochen später noch zum Tode führen können. Lenger: "Bei Geschwindigkeiten der Züge um die 200 Stundenkilometer können Abstürze oder Berührungen tödlich enden."

Erst Ende Mai war ein 14-Jähriger in Hamburg getötet worden, als er auf dem Dach einer U-Bahn mitgefahren war. Laut Polizei war er während der Fahrt gegen einen Stahlträger geprallt und vom Dach der Bahn gefallen. Der Jugendliche soll eine Acton-Cam bei sich gehabt haben. Ein Zugführer entdeckte den Leblosen auf einem sogenannten Revisionsweg für Gleisarbeiter nahe dem U-Bahnhof Baumwall. Rettungskräfte versuchten noch wiederzubeleben. Allerdings ohne Erfolg.

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