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29 Tote bei Unfall: Bus-Unglück auf Madeira: Was wir darüber wissen – und was nicht

stern-Logo stern 18.04.2019 rw/DPA/AFP

© Getty

Schrecklicher Unfall auf der "Blumeninsel" Madeira: Ein Reisebus kommt von der Straße ab und stürzt einen Abhang hinab. 29 Menschen sterben bei dem Unglück – alle kommen aus Deutschland. Was sonst noch bekannt ist und was nicht.

Es sind furchtbare Bilder von der portugiesischen Insel Madeira, die um die Welt gehen: Ein Reisebus liegt zertrümmert am Ende eines Abhangs vor einem Haus. Das Dach ist zerquetscht, Fenster sind zerbrochen. Rettungskräfte bergen die Verletzten und auch Tote.

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Das ist über die Bus-Katastrophe bekannt:

Was ist auf Madeira passiert?

Der Unfall hatte sich am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr in der Gemeinde Caniço ereignet. Der Reisebus war auf dem Weg in die Provinzhauptstadt Funchal, um Touristen dort in ein Restaurant zu bringen. Der Bus fuhr dabei aus einer Kurve einen Abhang hinunter, scheint sich mindestens einmal überschlagen zu haben und wird erst von einem mit roten Ziegeln gedeckten Haus gestoppt. Dabei wurden das Dach und Fenster des Busses schwer beschädigt.

Wie viele Opfer gibt es und woher kommen sie?

Die Zeitung "Observador" berichtete von insgesamt 57 Menschen an Bord. Laut Katastrophenschutz seien die Passagiere zwischen 40 und 50 Jahre alt. Nach Angaben von Nachrichtenagenturen sind bei dem Unglück 29 Menschen getötet worden, 27 weitere wurden verletzt. Zwei konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Unter den Verletzten waren den Angaben zufolge zwei Portugiesen: der Fahrer und ein Fremdenführer. Nach Angaben von Portugals Präsident Marcelo Rebelo de Sousa handelt es sich bei den Todesopfern um Deutsche. Das Auswärtige Amt in Berlin schrieb auf Twitter: "Mit großer Erschütterung haben wir von dem tragischen Busunglück auf Madeira erfahren. Wir müssen leider davon ausgehen, dass Opfer aus Deutschland sind". Die Bundesregierung äußerte sich bestürzt über das Unglück. Das Außenministerium in Berlin richtete eine Hotline ein, unter der sich Angehörige informieren können. Das Auswärtige machte zunächst keine näheren Angaben.

Bei den Opfern der Reisebus-Tragödie auf der portugiesischen Urlaubsinsel Madeira handelt es sich nach Angaben des Hotels, in dem die Touristen untergebracht waren, um Deutsche aus verschiedenen Teilen der Bundesrepublik. Es habe sich nicht um eine gemeinsame Gruppe gehandelt, sondern um Reisende, die zu verschiedenen Zeitpunkten auf Madeira angekommen seien und über einen deutschen Reiseveranstalter und dessen portugiesischen Partner Ausflüge gebucht hätten, sagte eine Mitarbeiterin des Hotels "Quinta Splendida" in dem Ort Caniço der Nachrichtenagentur DPA.

Was weiß man über die Unfallursache?

Die genaue Unfallursache steht derzeit noch nicht fest. Wahrscheinlich hatte der Busfahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Medien berichten, ein mechanisches Problem sei wahrscheinlich der Grund gewesen – entweder ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal. Die Busfirma SAM will bei der Aufklärung helfen. "Es ist unser Wille und unser Bestreben, dass alle Fakten, Gründe und Verantwortlichkeiten des Unfalls ermittelt werden", heißt es in einer Mitteilung des Verkehrsunternehmens. "Wir werden uneingeschränkt mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten." Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein. Der Vizepräsident der Regionalregierung, Pedro Calado, nannte jegliche Mutmaßungen zu der Unglücksursache "verfrüht".

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