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Abtreibungsgegner im US-Kongress tritt nach Abtreibungsskandal zurück

AFP-LogoAFP 06.10.2017
Murphy tritt zurück: Ein erklärter Abtreibungsgegner der Republikaner hat seinen Rücktritt aus dem US-Kongress erklärt, nachdem er seine Geliebte selbst zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt hatte. © Bereitgestellt von AFP Ein erklärter Abtreibungsgegner der Republikaner hat seinen Rücktritt aus dem US-Kongress erklärt, nachdem er seine Geliebte selbst zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt hatte.

Ein erklärter Abtreibungsgegner der Republikaner hat seinen Rücktritt aus dem US-Kongress erklärt, nachdem er seine Geliebte selbst zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt hatte. Der Abgeordnete Tim Murphy habe zum Monatsende seinen Rücktritt erklärt, erklärte der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, am Donnerstag.

Nach Bekanntwerden des Skandals wollte Murphy zunächst das Ende seiner Amtszeit abwarten und im November kommenden Jahres bei den Midterm-Wahlen zum Kongress nicht wieder antreten. Nun endet seine Amtszeit bereits am 21. Oktober.

Die Zeitung "Pittsburgh Post-Gazette" hatte eine E-Mail von Murphys Geliebter vom Januar veröffentlicht. Darin schreibt die Psychologin wütend: "Du hast null Probleme damit, überall Deine Position für ein Lebensrecht zu posten, so wie es vergangene Woche kein Problem für dich war, mich zu bitten, unser ungeborenes Kind abzutreiben, als wir dachten, das könnte eine Option sein."

Später stellte sich zwar heraus, dass die junge Frau gar nicht schwanger war, doch der E-Mail-Austausch war in der Welt.

Murphy habe sich entschlossen, das "nächste Kapitel in seinem Leben" zu beginnen, sagte Ryan. "Ich unterstütze das." Murphy hatte erst jüngst an einem Gesetz mitgearbeitet, das die Abtreibungsvorschriften in den USA verschärfen soll. Für den Gesetzentwurf stimmten 234 republikanische Abgeordnete, nur zwei stimmten dagegen. Die oppositionellen Demokraten stimmten hingegen fast geschlossen gegen den Entwurf.

US-Präsident Donald Trump unterstützt den Vorstoß und würde das Gesetz nach Angaben des Weißen Hauses unterzeichnen, wenn es von beiden Kongresskammern verabschiedet wird. Eine Mehrheit im Senat ist allerdings nicht sicher.

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