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Anschlag in Schottland 1988: Justiz prüft beim Lockerbie-Attentat Verbindung zur Stasi

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 20.03.2019

Beim Flugzeug-Attentat von Lockerbie 1988 starben 270 Menschen. Jetzt untersuchen schottische Staatsanwälte eine Spur, die nach Deutschland führt.

Am 21. Dezember 1988 stürzte nach einem Anschlag eine Pan Am-Boeing ab. © Foto: dpa/AP7Keystone Am 21. Dezember 1988 stürzte nach einem Anschlag eine Pan Am-Boeing ab.

In den Ermittlungen zum Flugzeug-Attentat von Lockerbie 1988 führt eine neue Spur nach Deutschland. Die „Bild“-Zeitung berichtete am Mittwoch, die schottischen Staatsanwälte gingen der Frage nach, ob Stasi-Agenten womöglich Teil der Terror-Verschwörung des ehemaligen libyschen Diktators Muammar al-Gaddafi waren, der das Attentat angeordnet haben soll.

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Nach Angaben einer Sprecherin erhielt die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) zwischen dem 28. Juni 2018 und dem 13. März fünf „europäische Ermittlungsanordnungen“. Dabei wurden der Staatsanwaltschaft zufolge bislang keine Verdächtigen verhört. „Es handelt sich ausschließlich um Zeugenvernehmungen“, sagte die Sprecherin. Die Befragten seien ehemalige Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR.

Als der Jumbo-Jet der US-Fluggesellschaft Pan Am am 21. Dezember 1988 auf das Dorf Lockerbie stürzte, starben 270 Menschen, darunter elf Dorfbewohner. Bisher hat es nur eine Verurteilung in dem Fall gegeben: der libysche Geheimdienstoffizier Abdel Bassit al-Megrahi. Er starb 2012 an Krebs. Gaddafi wurde 2011 von Aufständischen getötet. (dpa)

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