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Ausgesetzte Goldfische werden in München zur Plage

DIE WELT-Logo DIE WELT vor 6 Tagen

München kämpft derzeit gegen eine Goldfisch-Plage. Die ausgesetzten Haustiere seien eine Bedrohung für das Leben in Tümpeln, warnt die Naturschutzbehörde. Sie bringt als Gegenmittel Raubfische ins Spiel.

Goldfisch © picture alliance / Arco Images G/Arco Images GmbH Goldfisch

Goldfische sind in München derzeit eine regelrechte Plage - nicht etwa solche in Gartenteichen oder Aquarien. Doch ausgesetzt in der freien Natur bedrohten die Haustiere das Leben in Tümpeln und anderen Gewässern, warnt die Stadt: "Innerhalb kurzer Zeit haben die Zierfische die heimischen Amphibien in den Tümpeln verdrängt", heißt es in einer Mitteilung vom Montag.

Mit diesem Problem habe die Untere Naturschutzbehörde in der bayerischen Landeshauptstadt derzeit immer häufiger zu kämpfen, heißt es. Dabei sei es per Gesetz verboten, Gold- und andere zugekaufte Zierfische "aus dem Gartenteich in die freie Wasserlandschaft" auszusetzen.

Wer natürliche Tümpel dafür nutze, um die sich im heimischen Teich zu rege fortpflanzenden Fische loszuwerden, könne mit einem Bußgeld bestraft werden.

Goldfische fressen ganze Tümpel leer

Goldfische haben demnach ein paar raumgreifende Eigenschaften: Sie vermehren sich wie die sprichwörtlichen Karnickel. Machen sich in Schwärmen in ihrem neuen Lebensraum breit. Und fressen außerdem alles, und damit schnell die Tümpel leer. "Für unsere heimischen Amphibien bedeutet das schnell das Aus."

Was tun, wenn sich die Tiere schnell ausbreiten, es also im Gartenteich zu eng wird? Dann sei der Halter dafür verantwortlich, für die Fische ein neues Zuhause zu finden, heißt es. Als Gegenmittel bringt die Stadt aber auch Raubfische ins Spiel und bezieht sich dabei auf "einschlägige Foren". Darin werde dies als Maßnahme diskutiert, die den "Goldfischnachwuchs in Zaum halten soll".

So oder so: "Das Aussetzen in der freien Natur ist jedenfalls tabu."

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