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Australian Koala Foundation: Obwohl noch 80.000 von ihnen leben, sind Koalas "praktisch ausgestorben"

stern-Logo stern vor 4 Tagen bal
Die Australische Koala-Stiftung erklärt die nur in diesem Land ansässigen Beuteltiere für "praktisch ausgestorben" © Getty Images/chrissmith731 Die Australische Koala-Stiftung erklärt die nur in diesem Land ansässigen Beuteltiere für "praktisch ausgestorben"

Sehr traurige Nachrichten vermeldet die Australian Koala Foundation: Die Populationsgröße der grauen Beuteltiere ist zu gering, um zuverlässig eine neue Generation auf die Welt bringen zu können. Mit anderen Worten: Auch dieses Tier wird aussterben.

Die Zahl der Koalas sinkt schon lange. Inzwischen ist der Bestand des in Australien heimischen Tieres auf 80.000 reduziert. Die Australian Koala Foundation hält diesen für zu gerung,, um die Population der wild lebenden Beuteltiere am Leben zu erhaltung, die erklärt die Gattung für "praktisch ausgestorben". Das bedeutet, Koalas spielen für die Umwelt keine Rolle mehr, verfügen über keine fruchtbaren Pärchen mehr oder die Anzahl vermehrungsfähiger Tiere ist so gering, dass genetischer Erberkrankungen die Folge wären. Die Stiftung berichtet, seit 2010 überwache sie 128 staatliche Wahlbezirke, die sich in bekannten Koala-Habitaten befinden, und in 41 davon existierten keine Koals mehr. Während Forscher einräumen, dass Koals umherzögen und ihre Patchwork-Lebensräume ihre Verfolgung erschwere, entgegen sie, die Anzahl nehme drastisch ab.

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Zwischen 1890 und 1927 sind mehr als acht Millionen erlegter Koalas nach London verschifft worden – wegen ihres Fells. 2016 durchgeführte Untersuchungen ergaben, in Australien würden noch rund 330.000 leben, das kann alles zwischen 144.000 und 600.000 bedeuten.

Und woran liegt es wieder? Am Klimawandel

Die stärksten Bedrohungen für Koalas ist der Verlust ihres Lebensraums sowie durch Klimawandel verursachte Hitzewellen, die, wie Studien ergaben, im vergangenen Jahr tausende Tiere an Dehydrierung sterben ließen. Seit 2012 werden Koalas offiziell in Queensland, New South Wales und dem Territorium um Canberra als gefährdet gelistet. Das bedeutet, ihre Population nimmt rasant stark ab oder ist gar vom Untergang bedroht. Während die Tiere in Victoria oder Südaustralien nicht als gefährdet gelistet sind, weiß man, dass dort Populationen ausgestorben sind – obwohl woanders noch "vergleichsweise reichlich" vorhanden.

Die Vorsitzende der Koala-Stiftung, Deborah Tabart, wandte sich an die Politik: "Ich fordere den neuen Premierminister auf, nach den Wahlen im Mai das Koalaschutzgesetz, das seit 2016 schriftlich vorliegt, zu erlassen. Die Not des Koalas liegt nun auf seinen Schultern", zitiert die britische "Daily Mail".

Quelle: "Daily Mail"

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