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Blinder Passagier im Fahrwerk überlebt Flug nach Amsterdam

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 23.01.2022 Patrick Beuth

Ein Mann hat den Flug von Johannesburg oder Nairobi nach Amsterdam im Fahrwerk einer Boeing 747 überlebt. Die niederländische Militärpolizei bezeichnete das als »sehr, sehr ungewöhnlich«.

© Harald Tittel/-/dpa

Versteckt im vorderen Fahrwerksbereich eines Cargolux-Frachtflugzeugs ist ein Mann am Flughafen Schiphol in Amsterdam gelandet. »Dem Mann geht es den Umständen entsprechend gut, er wurde in ein Krankenhaus gebracht«, teilte die für die Grenzkontrolle zuständige niederländische Militärpolizei Koninklijke Marechausse am Sonntag mit.

Eine Sprecherin sagte, Nationalität und Alter des Mannes seien noch nicht festgestellt worden, denn »natürlich war seine Gesundheit unsere erste Sorge«.

Es sei »definitiv sehr ungewöhnlich, dass jemand die Kälte in solch einer Höhe überlebt – sehr, sehr ungewöhnlich«. An sich gebe es nur selten blinde Passagiere, die versuchten, auf diesem Wege in die Niederlande zu gelangen. Aber einige Menschen aus Nigeria und Kenia hätten es bereits versucht. Manche von ihnen seien während des Starts oder der Landung aus der Maschine gefallen, andere an Unterkühlung oder Sauerstoffmangel gestorben. Im vergangenen Jahr etwa wurde die Leiche eines Mannes aus Nigeria im Fahrwerk eines Flugzeugs gefunden, das in Schiphol gelandet war.


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Wann sich der Mann versteckte, ist unklar

Cargolux bestätigte in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Reuters, dass sich ein blinder Passagier in dem von Cargolux Italia betriebenen Flugzeug befunden hat, aber »wir können keine weiteren Kommentare abgeben, bevor die Behörden und die Fluglinie ihre Untersuchungen abgeschlossen haben«.

Das einzige Cargolux-Frachtflugzeug, das am Sonntag in Schiphol gelandet ist, war der Website des Flughafens sowie Flight-Tracker-Daten zufolge eine Boeing 747, die aus Johannesburg kam und einen Zwischenstopp in Nairobi eingelegt hatte. Ob der Mann in Südafrika oder in Kenia ins Fahrwerk gelangt war, ist unklar. Nach Angaben der Deutschen Welle wird davon ausgegangen, dass er sich schon in Johannesburg in der Boeing versteckt hatte.

Die Flughafenbetreiber in Amsterdam wollten sich zu dem Vorfall nicht äußern.

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