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Brand in ICE: Bundespolizei sucht nach Ursache – Strecke weiterhin gesperrt

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 12.10.2018 ksta
Die Feuerwehr konnte den Brand bis zum Freitagmittag löschen. © Getty Images Die Feuerwehr konnte den Brand bis zum Freitagmittag löschen.

Nach dem Brand in einem ICE auf der Schnellfahrstrecke zwischen Köln und Frankfurt ist die Ursache des Feuers laut Bundespolizei noch unklar. Derzeit seien Spezialisten vor Ort, sagte ein Sprecher am Freitag in Dierdorf. Es sei auch ein Hubschrauber im Einsatz, „um einen Überblick zu bekommen vom Schadensort“. Der ICE sei beschlagnahmt. Ein wesentlicher Teil der Ermittlungen werde sein, wann der Zug zuletzt in der Inspektion war und ob es da irgendwelche Auffälligkeiten gab.

Beim Aussteigen verletzte sich laut Polizei eine Person am Sprunggelenk, vier weitere Reisende hatten Kreislaufprobleme wegen der Aufregung. Noch sei offen, wann die Bahnstrecke wieder freigegeben werden könne. „Wir müssen erstmal diesen relativ großen Ereignisort absuchen“, sagte der Sprecher. Die Bahn teilte auf Twitter mit, dass die Sperrung mindestens bis 23.59 Uhr am Freitagabend andauern wird. Die Polizei in Koblenz sprach davon, dass die Strecke zwei Tage gesperrt bleibt.

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Laut Bundespolizei muss nun zunächst das Wrack abgeschleppt werden, womöglich habe auch das Gleisbett Schaden genommen. Auf jeden Fall seien die Oberleitungen abgerissen. Die Unglücksstelle liegt in der Nähe der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen. Am frühen Vormittag hatte die Feuerwehr den Brand gelöscht. Ein Wagen des betroffenen Zuges sei komplett ausgebrannt und zerstört, teilte eine Sprecherin der Bundespolizei am Freitag mit. Das Feuer sei auch auf einen weiteren Wagen übergeschlagen.

Passagiere des Zuges kamen in ein nahegelegenes Gemeindehaus

Gesperrt ist die wichtige ICE-Verbindungen zwischen Köln und Frankfurt auf dem Abschnitt von Siegburg bis Montabaur. Die Haltepunkte Siegburg/Bonn, Montabaur und Limburg Süd werden vom Fernverkehr nicht angefahren. Fernzüge zwischen Köln und Frankfurt Flughafen werden über die alte Rheinstrecke über Mainz und Koblenz umgeleitet, es kommt laut Bahn zu Verspätungen von bis zu 90 Minuten.

Nach Angaben der Bundespolizei in Koblenz brachten die Rettungskräfte 510 Menschen aus dem Zug. Die Passagiere kamen in ein nahe gelegenes Gemeindehaus, nach Angaben der Deutschen Bahn wurden sie mit Bussen dorthin gebracht. 

Aufgrund der Rauchentwicklung und der Löscharbeiten musste zudem die viel befahrene Autobahn 3 zwischen Dierdorf und Ransbach-Baumbach zunächst in beide Richtungen gesperrt werden. 

ICE_Brand2 © dpa ICE_Brand2

Am Vormittag wurde die A3 dann zumindest in Fahrtrichtung Köln wieder freigegeben, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei in Montabaur sagte. In Richtung Frankfurt dauerte die Sperrung noch an, der Verkehr wurde dem Sprecher zufolge in Dierdorf auf eine Bundesstraße abgeleitet.  

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