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Bundesweites Stau-Chaos: Aktivisten seilen sich von Autobahnbrücken ab – SEK greift ein

EXPRESS-Logo EXPRESS 27.11.2020 express
Polizisten holen Umweltaktivisten während einer Abseilaktion mit Hilfe einer Hebebühne von einer Brücke auf der Autobahn 4 (A4). Die Aktivisten haben ein Transparent mit der Aufschrift „Verkehrswende statt Klimakrise" an der Brücke angebracht. Die Autobahn musste wegen in beide Richtungen für mehrere Stunden am 27. November gesperrt werden. © dpa Polizisten holen Umweltaktivisten während einer Abseilaktion mit Hilfe einer Hebebühne von einer Brücke auf der Autobahn 4 (A4). Die Aktivisten haben ein Transparent mit der Aufschrift „Verkehrswende statt Klimakrise" an der Brücke angebracht. Die Autobahn musste wegen in beide Richtungen für mehrere Stunden am 27. November gesperrt werden.

Für die einen ist der Black Friday ein wahrer Schnäppchen-Rausch. Für andere nur ein Symbol des Überkonsums. Und letztere haben am 27. November 2020 mit einer Protest-Aktion für Chaos auf mehreren Autobahnen gesorgt.

Um 12.55 Uhr war es vorbei: Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei in Sachsen löste die Demo der Black Friday-Protestler auf. Stundenlang hingen sie an einer Autobahnbrücke über der A4 in Dresden. Die Folge: kilometerlanger Stau.

Und auch in anderen deutschen Städten protestierten Umweltaktivisten auf Autobahnen.

Der Grund: Die aktuelle Black-Friday-Week. Die Protestler wollten auf den immensen und ihrer Meinung nach unnötigen Konsum der Bevölkerung aufmerksam machen.

Autobahn-Demo: Nicht nur A4 bei Dresden betroffen

Ab 8.15 Uhr ging es los. Umweltaktivisten hatten seit Freitagmorgen gegen die Konsumgesellschaft demonstriert. Auf Autobahnbrücken machten sie ihrem Unmut Luft. „Climate Climbers“ nennen sie sich.

„Climbers“, da sie sich an den Autobahnbrücken abgeseilt haben. „Climbers“ steht für das englische Wort für „abseilen“. 

Am 27. November protestierten Umweltaktivisten bundesweit gegen den Black Friday auf Autobahnen. © dpa Am 27. November protestierten Umweltaktivisten bundesweit gegen den Black Friday auf Autobahnen.

So wurde u.a. über der A4 zwischen Dreieck Dresden West und der Anschlussstelle Dresden Altstadt demonstriert. Die Polizei musste die Autobahn bei Dresden in beide Richtungen voll sperren. Es kam auch auf sechs weiteren Autobahnabschnitten zu Demo-Abseilaktionen. Auch die A4 bei Jena musste gesperrt werden.

Ähnliche Abseil-Aktionen fanden zudem über der A2 bei Braunschweig und Hannover, der A20 bei Tribsees in Mecklenburg-Vorpommern und der A7 bei Schleswig in Schleswig-Holstein statt.

Autobahnbrücken: Der Grund für die Demo-Aktion

Der Grund für die Demo: Boykott gegen die Konsum-Gesellschaft.

In einem Schreiben vom 27. November rief die Umweltschutzbewegung zu „deutschlandweiten Aktionen zum Boykott des Black Friday“ auf. 

Stau wegen Klimaprotest auf A4 bei Dresden © dpa Stau wegen Klimaprotest auf A4 bei Dresden

Ein weiterer Punkt der Protestaktion: Druck machen auf das Bundesverkehrsministerium, sowie die hessische Landesregierung. Denn: Die Umweltaktivisten-Gruppe verlangt den Ausbaustopp der A49 und ein Ende der Rodungen im Dannenröder Wald (Hessen). Auch wurde für eine Verkehrswende protestiert. (volk)

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