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Coup in Tirol: Mysteriöser Überfall: Falsche Polizisten erbeuten 900.000 Euro von deutschen Schmuckhändlern

stern-Logo stern 14.06.2018
Überfall Tirol: Mysteriöser Überfall: Falsche Polizisten erbeuten 900.000 Euro von deutschen Schmuckhändlern © Picture Alliance/Mallaun Ludwig/ Mysteriöser Überfall: Falsche Polizisten erbeuten 900.000 Euro von deutschen Schmuckhändlern

Zwei deutsche Schmuckhändler sind auf dem Weg nach Italien, als vermeintliche Polizisten ihren Wagen überfallen. Sie erbeuten knapp eine Million Euro – und stellen die Tiroler Polizei vor ein Rätsel.

Dieser Überfall gehört zu den größten der Tiroler Kriminalgeschichte: Ganze 900.000 Euro erbeuteten falsche Polizisten in der Nacht zum Montag in der Nähe von Nassereith in Tirol. Wie die Tiroler Tageszeitung berichtet, handelt es sich bei den Überfall-Opfern um zwei deutsche Geschäftsleute türkischer Abstammung, die mit 400.000 Euro in bar und Goldbarren im Wert einer halben Million Euro nach Italien unterwegs waren.

Schmuckhändler lassen sich von vermeintlicher Streife täuschen

Mitten in der Nacht, gegen 1.30 Uhr, hielt eine vermeintliche Zivilstreife den Wagen der beiden 35 und 37 Jahre alten Männer an. Die Schmuckhändler ließen sich täuschen und fuhren den Wagen an den Straßenrand. Als der erste "falsche Beamte" das Fahrzeug erreichte, sprühte er die Geschäftsleute mit Pfefferspray ein. Ermittlungsleiter Albert Maurer schilderte der Tiroler Tageszeitung: "Die Opfer konnten kaum noch etwas sehen." Es tauchten ein zweiter und ein dritter Täter auf, die die Männer im Auto mit Elektroschockern in Schach hielten. Nachdem die Opfer mit Klebeband an die Sitze gefesselt worden waren, erbeuteten die Täter das sorgfältig versteckte Geld – und das Gold. Sie flohen vom Tatort und hatten eine halbe Stunde Vorsprung, ehe die Opfer sich befreien und die Polizei alarmieren konnten. Für die Beamten beginnen jetzt die Ermittlungen.

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"Jede Beobachtung zählt"

Ermittlungsleiter Maurer hoffe nun auf Zeugen: "Jede Beobachtung zählt." Unsicher sei, ob es sich um drei oder vier Täter handelte. Einer soll jedoch über 50 Jahre alt sein, Glatze tragen und alle sollen Deutsch mit russischem Akzent gesprochen haben. 

Die Räuber wussten, wen sie überfallen

Außerdem werte die Tiroler Polizei das Umfeld der Opfer aus. Denn es sei kein Zufall gewesen, dass die Täter ausgerechnet zwei Schmuckhändler mit fast einer Million im Wagen erwischten. "Daher gehen wir von Insiderinformationen aus", so Maurer. Ein vorgetäuschter Coup sei also nicht ausgeschlossen, auch wenn der Ermittlungsleiter kein konkretes Wort darüber verliert.

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