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Das ist nicht so prall: Edeka sorgt mit Busen-Werbung für riesigen Shitstorm

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 20.03.2019 mopo
Edekas Werbe-Spruch „Die geilsten Dinger gibt's bei uns” kam nicht bei allen gut an. © picture alliance/dpa (Symbolbild) Edekas Werbe-Spruch „Die geilsten Dinger gibt's bei uns” kam nicht bei allen gut an.

Das ging so richtig nach hinten los.

Mit seinem Werbe-Gag ist der Discounter Edeka in Greifswald (in Mecklenburg-Vorpommern) offenbar über das Ziel hinausgeschossen.

Auf einem Stadtbus druckte das Unternehmen den Slogan „Die geilsten Dinger gibt’s bei uns“, dazu war eine leicht bekleidete Frau zu sehen, die sich zwei Ananas vor ihre Brüste hält und einen erstaunten Gesichtsausdruck macht. Der „Busen-Bus“ aber gefiel so einigen überhaupt gar nicht.

Die Folge: ein Shitstorm und der Vorwurf wegen Sexismus. Sven Seele etwa, Mitglied bei Ver.di und den Grünen, postete die Werbung auf Twitter und schrieb, er finde die Werbung „geschmacklos und hochgradig peinlich”.

Der Stadtbus musste vorerst stillgelegt werden. Das berichtet die „Ostsee Zeitung“. Nicht nur der Frauenbeirat ist entsetzt, das Thema war auch Thema der Bürgerschaft.

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Frauenbeirat: „Riesenbrüste sind unangebracht”

„Ich finde die Werbung geschmacklos und sexistisch“, sagt Ruth Terodde vom Frauenbeirat der Zeitung. „Dass mit den Ananasfrüchten suggeriert wird, es geht um Riesenbrüste, ist absolut unangebracht. Der Slogan, es ginge um geilste Dinger, bestärkt das noch. Ich frage mich wirklich, welche Zielgruppe damit angesprochen werden soll.“

Auch der Frauenbeirat hat den Bus bei einem Online-Beschwerdeportal gemeldet. „Wir hatten innerhalb eines Tages bereits 132 Unterstützer für unsere Meldung“, freut sich Terodde. „Ich habe auch bereits viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung bekommen. Auch von Männern, die mir gesagt haben, dass sie die Werbung »unterirdisch« finden.“

Stadtwerke Greifswald haben Bus aus dem Verkehr genommen

Die Stadtwerke der Stadt nahmen den Bus sofort aus dem Verkehr. Das Heck, auf dem früher die „Busen-Werbung“ prangte, ist nun wieder neutral weiß. Für den Aufdruck sei eine Werbeagentur verantwortlich, die schon viele Jahre für die Stadt arbeitet. Nun habe die Qualitätssicherung offenbar nicht funktioniert. Die Stadtwerke entschuldigten sich dafür.

Auch der Edeka-Geschäftsführer Sven Schneider sprach gegenüber der Zeitung von einem Missverständnis. „Wir lehnen jegliche Form von Diskriminierung und Intoleranz ab“, so Schneider.

(mg)

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