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Die Familie sammelt Stifte: Bringen 200 Kilo Kugelschreiber Sina zu den Delfinen?

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 24.02.2019 Florian Thalmann
Die Delfin-Therapie hat Sina geholfen. Jetzt sammelt die Familie alte Stifte - pro Kilo gibt es 20 Euro. © Sabine Gudath Die Delfin-Therapie hat Sina geholfen. Jetzt sammelt die Familie alte Stifte - pro Kilo gibt es 20 Euro.

Manchmal muss man besondere Dinge tun, um Träume zu erfüllen – keiner weiß das so gut wie diese Familie aus Friedrichshain. Michaela (49) und Ralf Bauer (49) leben gemeinsam mit ihrer Tochter Sina Marie (15) – sie ist Epileptikerin und Autistin, braucht eine Delfintherapie. Um den Wunsch zu erfüllen, sammeln ihre Eltern alte Stifte, um sie bei einer Spezial-Firma gegen Bares einzutauschen. Sinas dramatische Geschichte begann kurz vor ihrem ersten Geburtstag. Das kleine Mädchen spielte, als sie plötzlich einen Anfall bekam. „Ihr Herz und die Atmung setzten aus, ich musste sie ins Leben zurückholen“, sagt ihr Papa Ralf dem Berliner KURIER.

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Was zunächst wie ein Fieberkrampf wirkte, wiederholte sich im Abstand von zwei Wochen – Diagnose: Epilepsie. Sina wurde mit Medikamenten behandelt, bis die Ärzte auch noch frühkindlichen Autismus und Kleinwüchsigkeit feststellten. „Sina lebt in ihrer eigenen Welt, spricht nicht, war lange Zeit sehr unruhig und konnte uns nicht einmal in die Augen schauen“, sagt Mama Michaela. Die Familie testete die unterschiedlichsten Therapien – Logopädie, Ergotherapie, Musiktherapie und Physiotherapie. „Nichts half. Irgendwann entdeckten wir die Möglichkeit einer Delfintherapie und dachten: Das müssen wir ausprobieren“, sagt Michaela Bauer.

Weltweit gibt es nur wenige Anbieter – einer sitzt auf der Insel Curaçao in der Karibik. Drei solcher Therapien hat Sina dort bereits absolviert. Die Kosten in Höhe von 13.000 Euro sparten sich die Eltern vom Munde ab, außerdem sammelten sie Spenden. „Ich ging sogar Blutspenden – nur, um die 20 Euro in die Kasse legen zu können“, sagt Ralf Bauer.

Dreimal durfte Sina bereits mit Delfinen schwimmen – die Therapie half ihr. © Familie Bauer Dreimal durfte Sina bereits mit Delfinen schwimmen – die Therapie half ihr.

Delfintherapie schlug bei Sina an: Jetzt sollen alte Stifte noch mehr Geld bringen

„Seit Sina mit den Delfinen schwamm, ist sie viel ruhiger geworden, kann konzentriert am Tisch sitzen und essen und uns in die Augen schauen. Es funktioniert!“ Um noch mehr Geld zu sammeln, geht die Familie nun einen besonderen Weg: Die Eltern suchen in ganz Berlin nach alten Plastikstiften, Kugelschreibern, Filzstiften, Textmarkern. „Über 200 Kilo konnten wir bereits sammeln.

Die schicken wir zu einer Firma, die das Plastik für die Herstellung anderer Produkte einsetzt“, sagt er. 20 Euro gibt es pro Kilo. Mama Michaela: „Unser Motto ist: Jeder hat sie, keiner will sie. wir hoffen, dass uns noch mehr Berliner ihre alten Stifte überlassen, damit wir unserer Sina die nächste Therapie ermöglichen können.“

Haben Sie auch alte Stifte für einen guten Zweck abzugeben? Dann melden Sie sich direkt bei der Familie unter: stiftesinamarie@web.de

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