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Dreifache Mutter gestorben: Tödlicher Schuss an Silvester wurde aus der Nähe abgegeben

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 22.03.2019 berliner-zeitung
In Schönberg ermittelt die Polizei nach dem tödlichen Schuss. © dpa In Schönberg ermittelt die Polizei nach dem tödlichen Schuss.

Nach dem tödlichen Schuss in der Silvesternacht auf eine dreifache Mutter im norddeutschen Schönberg haben die Ermittler neue Erkenntnisse veröffentlicht. Der tödliche Schuss auf die 39-Jährige sei in deren Nähe abgefeuert worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Kiel am Freitag mit.

Nach dem vorläufigen ballistischen Untersuchungsergebnis des Landeskriminalamts (LKA) Schleswig-Holstein sei eine Schussabgabe aus mehreren hundert Metern auszuschließen. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt.

Frau mit blutender Wunde zusammengebrochen

Die Frau war zur Feier des Jahreswechsels mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter auf die Straße gegangen und wenige Minuten nach dem Jahreswechsel mit einer blutenden Wunde am Kopf zusammengebrochen. Ohne nochmals das Bewusstsein zu erlangen, starb sie am Neujahrstag im Krankenhaus.

Wie die Obduktion ergab, war sie von einem Geschoss aus einer kleinkalibrigen Pistole getroffen worden. Wie die Ermittler mitteilten, gehen sie weiter von einem tragischen Unglücksfall und nicht von einer gezielten Tat aus.

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Schussfeld eingeschränkt

Dem nun veröffentlichten LKA-Gutachten zufolge muss der Schuss auf die 39-Jährige aus der näheren Umgebung gekommen sein. Ein Schuss über die Häuserdächer sei auszuschließen. Gebäude, abgestellte Autos und die Vegetation schränkten das Schussfeld weiter ein.

Seit Februar gibt es eine eigene Ermittlungsgruppe, die sich ausschließlich mit diesem Fall beschäftigt. Mit Hilfe von Lasertechnik sei von den Beamten in den vergangenen Tagen am Tatort versucht worden, die Schussrichtung näher zu bestimmen, erläuterten die Behörden.

Keine Auffälligkeiten bei Überprüfung

Kriminaltechniker hätten zudem einen 3D-Scan zur Tatortrekonstruktion erstellt. Mit dessen Hilfe können sich die Polizisten nun in einer virtuellen Tatortdarstellung bewegen und Messungen vornehmen.

Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen seien zahlreiche Besitzer kleinkalibriger Waffen aufgesucht und überprüft worden, Auffälligkeiten hätten sich dabei nicht ergeben. Es seien auch die Anwohner und deren Partygäste aus der Silvesternacht befragt worden.

Ein Hinweisportal, auf dem die Polizei um private Videos aus der Nacht bat, sei nur vereinzelt genutzt worden. Dagegen habe eine Plakatierungsaktion im Januar zahlreiche Hinweise erbracht. Die Polizei sucht nun weitere, bisher nicht vernommene Zeugen, die sich in der Silvesternacht in der Nähe des Tatorts aufhielten. (afp)

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