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13 Tote und dutzende Verletzte auf Java: Ausbrechender Vulkan Semeru treibt tausende Menschen in die Flucht

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 05.12.2021

Knapp 128 Vulkane in Indonesien sind noch aktiv. Nun spuckt der Semeru viel Asche und Lava. Die Anwohner reagieren panisch.

Auf der indonesischen Insel Java ist der Vulkan Semeru erneut ausgebrochen. © Foto: Aditya Irawan/XinHua/dpa Auf der indonesischen Insel Java ist der Vulkan Semeru erneut ausgebrochen.

Bei einem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java sind am Samstag mindestens 13 Menschen getötet worden. Dutzende erlitten schwere Brandverletzungen, als sie von der heißen Lava getroffen wurden, wie die Behörden mitteilten.

Semeru, der höchste Berg der Insel Java, stieß am Samstag turmhoch Asche und heiße Wolken in die Luft, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Landes (BNPB) in einer Erklärung mit. Die heiße Asche legte sich auf nahe gelegene Dörfer in der Provinz Ostjava und versetzte die Menschen in panikartige Flucht.

Zehn Sandgrubenarbeiter, die in der Gegend arbeiteten und verschüttet wurden, konnten gerettet werden. Insgesamt mussten 902 Menschen evakuiert werden und 98 Personen wurden verletzt, gab die Katastrophenschutzbehörde bekannt.

Durch den Ausbruch wurde eine Brücke unterbrochen, die zwei Gebiete im nahe gelegenen Bezirk Lumajang mit der Stadt Malang miteinander verband. Zahlreiche Gebäude wurden zerstört.

Der Einsatz der Retter werde durch dicken Schlamm und den Einsturz einer größeren Brücke zwischen zwei Distrikten erschwert, sagte Suharyanto, der Leiter des Nationalen Katastrophenschutzes. „Der Schlamm ist so dick, dass selbst Fahrzeuge mit Vierradantrieb kaum durchkommen“, sagte er weiter.


Video: Erstes Todesopfer bei Vulkanausbruch in La Palma (SAT.1)

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„Wir richten an mehreren Orten in Lumajang Notunterkünfte ein“, sagte der Sprecher des Nationalen Katastrophenschutzes, Abdul Muhari. Darin suchten bis zum Abend mindestens 300 Familien Schutz. In einem Umkreis von fünf Kilometern um den Vulkan wurde eine Sperrzone eingerichtet. Glühende Lava floss bis zu 800 Meter weit vom Kraterrand, wie Muhari weiter mitteilte.

Seit Dezember 2020 aktiv

Der fast 3700 Meter hohe Vulkan ist der höchste Berg auf Java und liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru im Osten von Indonesiens bevölkerungsreichster Insel. Er ist seit Dezember 2020 wieder verstärkt aktiv.

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Der Distriktchef von Lumajang, Thoriqul Haq, sagte, seit Freitag sei ein Grollen aus dem Vulkan zu hören gewesen. „Nun ist es finster in den Dörfern“, sagte er dem Sender Kompas TV.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort stoßen mehrere tektonische Platten aufeinander, sodass sich besonders häufig Erdbeben und Vulkanausbrüche ereignen.

Der Inselstaat mit rund 275 Millionen Einwohnern hat knapp 128 aktive Vulkane. In diesem Jahr waren bereits der Merapi auf Java, der Sinabung auf Sumatra und der Lewotolo auf Lembata ausgebrochen. (dpa, AFP)

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