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Erneut treiben Leichenteile in Elbe und Alster

DIE WELT-Logo DIE WELT vor 5 Tagen
Fund von Leichenteilen in Hamburg © dpa/TNN Fund von Leichenteilen in Hamburg

Spaziergänger, Ausflügler und Taucher entdecken in Hamburg binnen einer Woche sieben Leichenteile, nun hat die Polizei einen weiteren grausigen Fund gemacht. Die Ermittler gehen bei der Fahndung neue Wege.

Hamburger Spaziergänger hatten in den letzten Tagen mehrere grausige Entdeckungen gemacht, in der Elbe und in den Alsterarmen waren insgesamt sieben Körperteile aufgetaucht. Nun hat die Polizei am Samstagmittag im Billhafen zwei weitere Leichenteile entdeckt, im Bereich der Brandshofer Schleuse wurden die Beamten fündig. Das bestätigte die Polizei am Sonntag.

Fund von Leichenteilen in Hamburg © dpa/TNN Fund von Leichenteilen in Hamburg

Auch diese Funde gehören höchstwahrscheinlich zu einer weiblichen Leiche, bei der es sich um eine 48 Jahre alte Prostituierte mit dem Szene-Namen "Rosa" handelt.

Die Frau war das letzte Mal am 1. August gesehen worden. Eine Freundin der Vermissten hatte sich bei der Polizei gemeldet und auf das Verschwinden hingewiesen.

Mörder verteilt Leichenteile in der Stadt

Ein bisher unbekannter Täter oder eine Täterin hat die Frau aus Äquatorialguinea nicht nur getötet, sondern scheinbar auch ihre Leichenteile in den Gewässern der Stadt verteilt. Die Fundorte liegen teils mehr als 20 Kilometer voneinander entfernt. Es sei unwahrscheinlich, dass die Strömung die Leichenteile binnen einer Woche über das Stadtgebiet verteilt habe, sagte eine Polizeisprecherin. Ein DNA-Schnelltest ergab, dass die Körperteile zu ein und demselben Leichnam gehören.

Zwei Spaziergänger fanden Körperteile am Rissener Elbstrand, ein Bootsführer entdeckte in Billbrook einen im Wasser treibenden Oberkörper, Polizeitaucher fanden zwei Leichenteile, die im Goldbekkanal in Winterhude trieben.

Die Polizei hat ermittelt, dass die Frau als Prostituierte am Hansaplatz im Viertel St.Georg gearbeitet hat. Die Ermittler prüfen nun, ob es Streitigkeiten im Milieu gab, so eine Sprecherin. Inzwischen sei die in Spanien lebende Familie der Frau nach Hamburg gereist. Die Mordkommission habe die Verwandten vernommen.

Bei den Prostituierten geht die Angst um

Rund um den Hansaplatz geht nun die Angst um: Viele der Prostituierten weigern sich seitdem, zu Freiern ins Auto zu steigen. Man achte verstärkt aufeinander und beobachte die Freier genau, heißt es aus der Szene. Eine Spur vom Täter gibt es nicht, die Polizei erhofft sich Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach Angaben der Polizei beteiligen sich inzwischen auch Spezialisten für sogenannte operative Fallanalysen an den Ermittlungen. Unter anderem wird auch abgefragt, ob es anderswo in Deutschland oder im Ausland bereits früher ähnliche Fälle gab.

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