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Erstes Todesurteil für Ermordung von Sikhs vor über 30 Jahren

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 20.11.2018 RP ONLINE
Demonstranten fordern Gerechtigkeit nach der Bluttat vor 30 Jahren (Archiv). © NARINDER NANU Demonstranten fordern Gerechtigkeit nach der Bluttat vor 30 Jahren (Archiv).

Neu Delhi. Nach den tausendfachen tödlichen Übergriffen auf Sikhs in Indien vor 30 Jahren hat ein Gericht einen der Mörder mit der Todesstrafe belegt. Ein weiterer Mann wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Es ist das erste Urteil in einer Reihe von Fällen, die 2015 im Rahmen einer Sonderermittlung wieder aufgerollt wurden.

Zu Beginn der 1980er Jahre kämpften Sikh-Separatisten mit Waffengewalt im Nordwesten Indiens für eine Loslösung der Region Punjab und einen eigenen Staat. Die damalige Premierministerin Indira Gandhi ließ die Armee im Juni 1984 den Goldenen Tempel stürmen, in dem sich die Führer der Separatisten mit ihren Anhängern verschanzt hatten. Dabei starben hunderte Menschen.

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Aus Rache ermordeten ihre Leibwächter, Anhänger des Sikh-Glaubens, die Premierministerin am 31. Oktober des Jahres. Mobs ermordeten daraufhin Tausende Sikhs. Nach Regierungsangaben wurden allein in Neu Delhi mehr als 2700 Menschen getötet, fast alle davon Sikhs. Bürgerrechtler sprechen sogar von 7000 landesweit. Die bereits am Donnerstag Verurteilten haben nach Ansicht des Gerichts zwei Sikhs getötet und drei ihrer Verwandten verletzt.

Die Sikh-Gemeinde wirft mehreren Regierungen vor, es versäumt zu haben, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.


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