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Es war Mord: Kudamm-Raser erneut zu lebenslanger Haft verurteilt

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 26.03.2019 Katrin Bischoff
Rainer Elfferding (l-r), Anwalt, Marvin N., Angeklagter, Enrico Boß, Anwalt, Ingmar C. Pauli, Anwalt, Hamdi H., Angeklagter und Peter Zuriel, Anwalt stehen im Kriminalgericht Moabit. © dpa Rainer Elfferding (l-r), Anwalt, Marvin N., Angeklagter, Enrico Boß, Anwalt, Ingmar C. Pauli, Anwalt, Hamdi H., Angeklagter und Peter Zuriel, Anwalt stehen im Kriminalgericht Moabit.

Es ist ein hartes Urteil: Die sogenannten Kudamm-Raser sind am Dienstagmittag erneut wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Hamdi H. und Marvin N. hatten im Februar 2016 bei einem illegalen Straßenrennen auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße einen unbeteiligten Autofahrer getötet, als der Audi des 30-jährigen Hamdi H. an der Ecke Nürnberger Straße bei roter Ampel in einen Jeep krachte. Der Fahrer des Jeeps wollte bei Grün auf die Tauentzienstraße einbiegen.

Hartes Urteil gegen Raserszene

Bereits im Februar waren Hamdi H. und Marvin N. von der 35. Großen Strafkammer wegen Mordes verurteilt worden - es war das bisher härteste Urteil gegen Mitglieder der Raser-Szene in der bundesdeutschen Justizgeschichte. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil jedoch im März vorigen Jahres auf. Den obersten deutschen Strafrichtern genügte die Begründung nicht. Sie hielten aber eine Verurteilung wegen Mordes durchaus nicht für ausgeschlossen und gaben der neuen Schwurgerichtkammer, die sich mit dem Fall befassen musste, mit auf den Weg, auch das Mordmerkmal der Heimtücke zu prüfen.

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Beim Neustart im August vorigen Jahres in Berlin wurden die Richter der 40. Großen Strafkammer als befangen abgelehnt. Sie hatten die Haftbefehle gegen die Angeklagten nicht aufgehoben, da ein dringender Tatverdacht des Mordes auch weiterhin bestünde. Sie beriefen sich dabei auf das Urteil der 35. Großen Strafkammer. Deswegen war nun die 32. Große Strafkammer unter dem Vorsitzenden Richter Matthias Schertz am Zuge.

Die Kammer folgte am 23. Prozesstag mit ihrem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gegen die Angeklagten gefordert hatte.

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