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Essens-Revolution: Supermarkt verschenkt Lebensmittel – das steckt dahinter

EXPRESS-Logo EXPRESS 13.10.2017
Supermarkt Regal: Essens-Revolution: Supermarkt verschenkt Lebensmittel – das steckt dahinter © dpa/ Daniel Karman (Symbolbild) Essens-Revolution: Supermarkt verschenkt Lebensmittel – das steckt dahinter

Mit gutem Beispiel voran! Das dachte sich der Filialleiter eines Supermarktes in Fürstenfeldbruck und verschenkt jetzt täglich Lebensmittel an seine Kunden.

Hintergrund: Jeden Tag werden etliche Lebensmittel weggeworfen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Doch ist die Nahrung deshalb gleich verdorben?

Einfache Lösung

Experten erklären, dass ein Produkt auch nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) noch genießbar ist. Diese Meinung vertritt auch der Geschäftsführer eines AEZ-Marktes in Fürstenfeldbruck. Doch einfach weiter verkaufen, kann er abgelaufene Lebensmittel nicht.

Bei einem Verkauf nach Ablauf des MHD haftet nicht mehr der Hersteller für eventuelle Mängel an seinem Produkt, sondern der jeweilige Supermarkt, der das Lebensmittel verkauft hat. Ein hohes Risiko für die Einzelhändler.

Die Lösung: Die betreffenden Lebensmittel werden einfach verschenkt.

Genau diese Strategie verfolgt das AEZ ganz offensiv. In einem großen Regal, direkt hinter dem Kassenbereich, werden die aussortierten Lebensmittel angeboten.

Vize-Marktleiterin Dragana Cosic erklärte gegenüber „Merkur“: „Wir bestücken die Fächer täglich. Was und wie viel reinkommt, hängt vom Tag ab.“

Auf einem Schild über den Fächern steht: „Gratis Food Share ‚zu Gut für die Tonne‘. Lebensmittel mit knappem MHD oder kleinen Fehlern zu Ihrer Verfügung. Der Verzehr der Ware liegt in Ihrer Verantwortung.“

Dabei beschränkt sich die Mitnahme der Ware nicht nur auf Bedürftige, betonte Udo Klotz, Geschäftsführer der AEZ GmbH.

Mindesthaltbarkeitsdatum © picture alliance / dpa (Symbolbild) Mindesthaltbarkeitsdatum

Alle Lebensmittel sind noch essbar

„Die Problematik geht alle Menschen etwas an. Wir präsentieren die Station so sichtbar, als wäre das völlig normal und sagen: ,Leute, es geht auch anders‘. Das sind alles Lebensmittel, die noch essbar sind“, erklärte er.

Die Resonanz von Mitarbeitern und Kunden seien überwältigend, dass die geplante Testphase verkürzt wird. „Wir hatten eine zwei-monatige Testphase geplant, die wir jetzt verkürzen. Für die nächsten Wochen planen wir bereits, zwei weitere Märkte damit auszustatten. Bis zum Frühjahr 2018 rollen wir das Ganze auf alle unsere elf AEZ-Märkte aus.“, so Klotz.

(dhu)

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