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Feuerwehr glaubt, Kathedrale "in ihrer Gesamtheit“ retten zu können

RP ONLINE-Logo RP ONLINE vor 6 Tagen RP ONLINE
Dramatische Bilder aus Paris. Die Kathedrale Notre-Dame steht am Abend des 15. April lichterloh in Flammen. © Bereitgestellt von RP Digital GmbH Dramatische Bilder aus Paris. Die Kathedrale Notre-Dame steht am Abend des 15. April lichterloh in Flammen.

Paris. In der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame in Paris ist am Montagabend ein verheerendes Feuer ausgebrochen. Das Dach des Chors stürzte ein. Am späten Abend erklärte die Feuerwehr, dass die „Struktur“ der Kirche wohl gerettet werden kann.

Über dem Wahrzeichen waren eine riesige Rauchsäule zu sehen. Der Dachstuhl über dem Kirchenschiff stand in Flammen und stürzte schließlich ein. Auch der kleine Vierlingsturm steht nicht mehr. Ein Sprecher der Kathedrale sagte französischen Medien, dass vom Dachstuhl nichts übrig bleiben werden. Am Abend wurde auch berichtet, dass einer der großen Türme von den Flammen erfasst wurde. Bestätigt von offizieller Seite ist das noch nicht. Ein Feuerwehrmann erklärte aber, er sei nicht sicher, ob die markanten Türme gerettet werden können.

Die Polizei erklärte, dass ihr keine Berichte über Todesopfer vorliegen. Auch Hinweise auf einen möglichen Terrorakt liegen bislang nicht vor. Nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Feuerwehr könnte der Brand mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen.

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Er sei auf dem Dachboden der Kathedrale ausgebrochen und gegen 18.50 Uhr entdeckt worden. Der Fernsehsender France 2 berichtete, die Polizei gehe von einem Unglück aus. Weite Teile der Kirche sind eingerüstet. Bronzeplastiken waren erst vergangene Woche aus dem Gebäude geschafft worden.

Der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo sprach auf Twitter von einem „fürchterlichen Brand“. Die Feuerwehr versuche, das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Rund um das brennende Gebäude kam es immer wieder zu kurzen Szenen der Panik, als Passanten versuchten, glühenden Projektilen auszuweichen, die von oben auf die anliegenden Straßen herabregneten. Die Behörden riefen dazu auf, die Absperrungen der Sicherheitskräfte zu beachten und einen Sicherheitsabstand zum Brandort einzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt stand bereits das gesamte Dachgebälk der Kathedrale in Flammen. Ein Dachreiter über dem Mittelschiff verwandelte sich in eine gigantische Fackel und stürzte später in sich zusammen. Die über der Stadt stechende schwarze Rauchsäule war kilometerweit sichtbar. Die Martinshörner der zum Brandort fahrenden Feuerwehrfahrzeuge waren überall in Paris zu hören.

Auch außerhalb von Frankreich löste der Brand Entsetzen aus. „Notre-Dame von Paris ist Notre-Dame von ganz Europa“, schrieb EU-Ratspräsident Donald Tusk auf Twitter. „Wir sind heute alle bei Paris.“ Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert schrieb auf Twitter: „Es tut weh, diese schrecklichen Bilder der brennenden Notre-Dame zu sehen.“ Er fügte hinzu: „Notre-Dame ist ein Symbol Frankreichs und unserer europäischen Kultur. Mit unseren Gedanken sind wir bei den französischen Freunden.“ Mehr Reaktionen aus dem Ausland haben wir hier gesammelt.

Notre-Dame ist eine der Pariser Top-Touristenattraktionen und wird jährlich von Millionen von Menschen besucht. Die Kathedrale steht im Herzen der Stadt auf der Ile de la Cité. Ihre Geschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Fast 200 Jahre vergingen bis zur Fertigstellung. Mehr zur Geschichte des Gebäudes lesen Sie hier.

Viele Meter lang stehen die Touristen täglich vor dem Gebäude Schlange. Seit den islamistischen Terroranschlägen, die Frankreich in den vergangenen Jahren heimgesucht hatten, wird die Kathedrale von Soldaten bewacht.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verschob wegen des Brands eine wichtige Fernsehansprache. Macron machte sich selbst kurz vor Ort ein Bild von der Lage. Wann Macron die Ansprache zu den Ergebnissen einer monatelangen Bürgerdebatte nun halten will, blieb zunächst offen. Macron hatte die „Nationale Debatte“ im Januar als Reaktion auf die Proteste der „Gelbwesten“ gestartet - nun wollte er Zugeständnisse präsentieren.

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