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Gynäkologin gibt zu: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis mir ein schlimmer Fehler passiert"

Brigitte-Logo Brigitte vor 2 Tagen
© Shutterstock/Joyseulay

Stress kommt in so gut wie jedem Beruf vor. Geht etwas unter, ist das in vielerlei Branchen ärgerlich – aber es hängen keine Menschenleben daran. Anders sieht es in der Medizin aus. Auf Spiegel Online berichtet eine Gynäkologin nun von den dramatischen Folgen heutiger Arbeitsbedingungen.

Nachtschichten mit Freunden, rührende Familiengeschichten, dankbare Patienten und leidenschaftliche Pausen im Bereitschaftsraum – so dürfte man sich den Arzt-Beruf auf Basis bekannter Serien vorstellen. Dort auftretende Ärzte*innen sind immer auch Freunde. Sie sitzen am Bett, hören zu, nehmen sich Zeit. Wer daraufhin erstmals ein Krankenhaus betritt, merkt schnell: Die Realität sieht anders aus. In der "Spiegel Online“-Serie "Das anonyme Job-Protokoll“ berichtet nun eine Gynäkologin schonungslos ehrlich aus ihrem Alltag. Ihre Erfahrungen sind erschreckend.

Eine Gynäkologin, die sich um ihre eigenen Patienten sorgt

Nach verklärter Krankenhaus-Romantik klingen die Beschreibungen der Gynäkologin nicht – stattdessen wie ein Knochenjob, der nicht nur körperlich, sondern auch psychisch an die Substanz geht. Aus diesem Grund beginnt die Schilderung der Frau schon mit einem Ausblick auf ihr Ende: Die 29-Jährige wüsste schon jetzt, dass sie ihren Job nicht lange durchhalten würde. Grund dafür seien die Arbeitsbedingungen.

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Diese Arbeitsbedingungen sind es, die die Gynäkologin in den nächsten Absätzen plastisch skizziert und die jeden Patienten erschauern lassen. Denn wer sich schon einmal in einer Notaufnahme befand, sich mulmig und nicht sicher fühlte, dessen Befürchtungen werden bestätigt. Die Gynäkologin spricht offen über eigene Fehleinschätzungen, darunter eine Frau, die mit geplatzter Zyste stundenlang im Warteraum saß – weil Personal fehlte.

Der Personalmangel sei es auch, der dazu führe, dass Ärzte auch nach 20-Stunden-Diensten noch operieren müssten. Die Gynäkologin ist realistisch:"Ich habe oft Angst um meine Patientinnen. Häufig denke ich: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis mir mal ein wirklich schlimmer Fehler durch die Überarbeitung passiert“, schreibt sie.

Ärztemangel führt zu Überstunden

Weiter schreibt die Frauenärztin von Kaiserschnitten nach Nachtschichten, Angst um ihre Patient*innen, gefälschte Arbeitszeiten aufgrund zu vieler Überstunden und die Frustration, in die sich die anfängliche Leidenschaft schleichend entwickelt habe. "Ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann“, schreibt die anonyme Gynäkologin. Und wir hoffen, dass sich noch mehr Menschen trauen, so offen über die Arbeitsbedingungen zu sprechen – denn nur dann besteht die Chance, dass sich irgendwann etwas ändert.

Den vollständigen Artikel kannst du auf Spiegel Online nachlesen.

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