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Haftbefehl gegen Tatverdächtigen von Limburg erlassen

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 09.10.2019 RP ONLINE
 Der beschädigte Lastwagen am Montagabend. © Sascha Ditscher Der beschädigte Lastwagen am Montagabend.

Limburg. Gegen den Mann, der in Limburg mit einem gestohlenen Lastwagen auf acht Autos aufgefahren sein soll, ist am Dienstag Haftbefehl erlassen worden. Einen Terror-Hintergrund vermuten die Ermittler derzeit nicht.

Die Tatvorwürfe lauten versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Abend.

Laut Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt handelt es sich bei dem Mann um einen 32 Jahre alten syrischen Staatsangehörigen aus dem Landkreis Offenbach. Zum Tatmotiv könnten derzeit noch keine Angaben gemacht werden, teilte die Behörde am Mittag mit. Es werde in alle Richtungen ermittelt. Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) sagte, dass der Tatverdächtige nach derzeitigen Erkenntnissen keine Verbindungen in die gewaltbereite islamistische Szene gehabt haben soll.

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Der Syrer soll nach Darstellung der Staatsanwälte am Montag gegen 17.18 Uhr einen Lastwagen entwendet haben, wobei er den Fahrer des Lkw gewaltsam aus der Fahrerkabine gezogen haben soll. Eine Waffe soll der Mann nicht benutzt haben. Nach dem Stand der Ermittlungen fuhr der Verdächtige nur wenige Meter mit dem Lastwagen, bis er an einer Kreuzung ungebremst auf vor ihm stehende Autos auffuhr. Durch den Aufprall wurden sieben Autos und ein Kleintransporter zusammengeschoben. Acht Personen sowie der Tatverdächtige selbst wurden leicht verletzt.

Bereits am Montagabend hat die Polizei zwei Wohnungen im Landkreis Offenburg und im Landkreis Limburg-Weilburg durchsucht. Laut „Offenbach Post“ soll es einen SEK-Einsatz in Langen im Kreis Offenburg gegeben haben, wo der Tatverdächtige wohnen soll. Er wurde am Montag unmittelbar am Tatort festgenommen. Die Ermittler stellten in den durchsuchten Wohnungen Mobiltelefone und USB-Sticks sicher. Einen klaren Hinweis auf das Tatmotiv fanden die Beamten aber offenbar zunächst nicht.

Nach Informationen des „Spiegel“ soll der 32-Jährige im November 2015 nach Deutschland gekommen sein und seit dem 1. Oktober 2019 keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr besitzen. Er soll den Behörden laut dem Bericht wegen Drogenbesitzes, Ladendiebstahl und gefährlicher Körperverletzung bekannt gewesen sein – aber nicht als Extremist.

Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, prüft die Frankfurter Staatsanwaltschaft nun ein Verfahren aus Moers von Ende August, in dem es um sexuelle Belästigung geht. Wie die „Bild“ berichtete, soll es sich dabei um denselben Tatverdächtigen handeln wie in Limburg.

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