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Hassverbrechen : Vom Opfer zum Angeklagten: Jussie Smollett stellt sich der Polizei von Chicago

stern-Logo stern 22.02.2019
Dieses Foto von Jussie Smollett nach der Festnahme hat die Polizei von Chicago rausgegeben © AFP/AFP PHOTO / Chicago Police Department Dieses Foto von Jussie Smollett nach der Festnahme hat die Polizei von Chicago rausgegeben

Dieses vermeintliche Verbrechen hatte für Aufsehen gesorgt: Auf offener Straße wurde "Empire"-Star Jussie Smollett angegriffen und rassistisch beschimpft. Jetzt stellt sich raus: Es war wohl alles ganz anders.

Er wirkt persönlich berührt. Als der Superintendent der Polizei von Chicago, Eddie T. Johnson, am Donnerstag vor die US-Presse tritt, richtet er zuerst eine Bitte an die Journalisten. Sie mögen die Aufmerksamkeit, die sie diesem Fall geben, in Zukunft vor allem den Opfern von Waffengewalt schenken. Denn die hätten es verdient. 

Jussie Smollett stellt sich der Polizei

Dann bestätigt Johnson, was seit Tagen vermutet wird: Die Polizei von Chicago geht davon aus, dass Jussie Smollett, Star aus "Empire", das vermeintliche Hassverbrechen gegen sich nur inszeniert habe. Der afroamerikanische und schwule Schauspieler hatte Ende Januar bei der Polizei in Chicago erklärt, er sei von Unbekannten angegriffen und rassistisch und homophob beleidigt worden. Die beiden hätten ihm ein Seil um den Hals gebunden und eine chemische Substanz auf ihn gekippt. Smollett, bekannt aus der Serie "Empire" und dem Science-Fiction-Film "Alien: Covenant", hatte auch öffentlich über die angebliche Attacke gesprochen. 

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Johnson nennt das Verbrechen in der Pressekonferenz einen "Publicity Stunt". Er nehme Hassverbrechen sehr ernst, nicht zuletzt, weil er selbst Afroamerikaner ist. Angeblich zahlte Smollett 3500 Dollar an zwei "Empire"-Statisten, um den Stunt zu inszenieren. Johnson sagt, Smollett sei "unzufrieden mit seinem Gehalt" gewesen und habe sich den Übergriff ausgedacht, um berühmter zu werden.

Ihm drohen drei Jahre Gefängnis

Wird Smollett verurteilt, könnte er für drei Jahre ins Gefängnis gehen. "Diese Lüge ist so schädlich", hatte die feministische Autorin Roxane Gay vor einigen Tagen getwittert. Ihr sei unerklärlich, warum Smollett Menschen das Leben erschwere, die tatsächlich Opfer von Hassverbrechen werden. Zuvor hatten sich Prominente wie Ex-Vizepräsident Joe Biden, Schauspielerin Emma Watson und Sänger John Legend hinter Smollett gestellt.

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