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ICE-Fahrgäste entgingen nur hauchdünn einer Katastrophe

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 18.02.2019 RP ONLINE
 Sicherheitskräfte inspizieren den entgleisten ICE. © Georgios Kefalas Sicherheitskräfte inspizieren den entgleisten ICE.

Die Passagiere im ersten Wagen des am Sonntagabend in Basel entgleisten ICE der Deutschen Bahn hatten offenbar viel Glück: Nach Angaben der Schweizer Bundesbahnen (SBB) kam der von der Lok quer mitgeschleifte erste Wagen knapp vor einer Betonmauer zum Stehen. Laut SBB bleibt der Streckenabschnitt bis mindestens Dienstag gesperrt. Die Ursache der Zugentgleisung war am Montag weiter unklar.

Der ICE 373 mit 240 Fahrgästen an Bord war auf dem Weg von Berlin Ostbahnhof nach Interlaken Ost kurz hinter dem Badischen Bahnhof teilweise entgleist. Nach einer Weiche sei die Lok auf dem rechten von zwei Gleisen weitergefahren, der Rest des Zugs aber auf dem linken Gleis, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA unter Berufung auf SBB-Einsatzleiter Martin Spichale.

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Der erste Wagen hing demnach quer zwischen den Gleisen und wurde noch gut 800 Meter mitgeschleift. Die Lok kam erst am Tunnel zum Stehen - rund 20 Meter weiter aber würden die beiden Gleise durch eine Betonwand getrennt, sagte Spichale. Er sprach von "Glück im Unglück, dass nicht mehr passiert ist".

Ob der Unfall mit der Weiche zusammenhängt, war laut dem SBB-Einsatzleiter zunächst unklar - ebenso, welche Geschwindigkeit der Zug hatte.

Der ICE 373 war auf dem Weg von Berlin-Ostbahnhof nach Interlaken Ost. Gegen 21 Uhr sprang nach SBB-Angaben der erste Wagen hinter dem Triebkopf etwa drei Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof Basel SBB aus den Schienen. Die 240 Reisenden am Bord blieben unverletzt. Sie wurden in Sicherheit gebracht. Zur Unglücksursache machte die SBB keine Angaben. Dafür sei die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) zuständig.

Das Unglück ereignete sich unmittelbar im Grenzgebiet südlich des Rheins. „Es ist ein Fall von "Schweizer Boden, aber Unterhalt der Deutschen Bahn“, sagte der SBB-Sprecher. Der Zug sei auf Schweizer Boden zum Stehen gekommen, „aber die Entgleisung nahm ihren Anfang auf dem Netz der DB“. Die DB sei auf der Strecke für die Sicherheitstechnik zuständig und werde auch abschließend grünes Licht für die Freigabe der Strecke geben.

„Unser oberstes Ziel ist es, dass die Strecke schnellstmöglich wieder für den Zugverkehr und die Fahrgäste zur Verfügung steht“, erläuterte eine Bahnsprecherin. „Daran arbeiten wir gemeinsam mit allen Beteiligten. Parallel unterstützen wir die laufenden Ermittlungen der Behörden, die Unfallhergang und Ursache aktuell untersuchen.“

Zugreisende auf dem Weg über Basel in die Schweiz mussten in Badischer Bahnhof aussteigen und mit der Straßenbahn zum Bahnhof Basel SBB fahren, Reisende aus der Schweiz mit Ziel Deutschland waren ebenfalls auf die Straßenbahn angewiesen. Die SBB wollte im Laufe des Tages aber einen Shuttlezug einrichten. Bis auf weiteres kehrten die Züge aus Deutschland in Badischer Bahnhof um, die Züge aus der Schweiz im Bahnhof Basel SBB.

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