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Inmitten toter Fische - Retter tauchen im Giftwasser

WELT-Logo WELT 14.12.2019
Nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island werden immer noch Menschen vermisst. Warum trotz erhöhter Warnstufe weiter Schiffstouren angeboten wurden, ist jetzt auch Teil der Untersuchungen. Quelle: WELT/ Max Seib © WELT/ Max Seib Nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island werden immer noch Menschen vermisst. Warum trotz erhöhter Warnstufe weiter Schiffstouren angeboten wurden, ist jetzt auch Teil der Untersuchungen. Quelle: WELT/ Max Seib

Nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island ist ein weiterer Mensch im Krankenhaus gestorben. Das teilten Polizei und Gesundheitsministerium am Samstag mit. Damit liege die Zahl der Todesopfer offiziell bei 15. Zwei weitere Menschen gelten noch als vermisst.

Taucher von neuseeländischer Polizei und Marine hatten am Samstag die Suche nach ihnen in den Gewässern rund um die Vulkaninsel fortgesetzt. Die Bedingungen ihres Einsatzes seien „einzigartig und anspruchsvoll“, sagte Vize-Polizeichef John Tims. Das Wasser sei so giftig, dass die Taucher nach jedem Tauchgang abgewaschen werden müssten. 

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Ein Boot mit Einsatzkräften istzur Bergung der Opfer des Vulkanausbruchs auf der Insel White Island im Einsatz © dpa/- Ein Boot mit Einsatzkräften istzur Bergung der Opfer des Vulkanausbruchs auf der Insel White Island im Einsatz

Die Sicht unter Wasser liege zwischen „null und zwei Metern“, überall schwämmen tote Fische. Laut Wissenschaftlern, die die seismologischen Aktivitäten auf der Insel überwachen, nahm die Wahrscheinlichkeit einer neuen Eruption am Wochenende ab – das Risiko bleibe aber bestehen.

Vermisst werden noch ein Fremdenführer und ein Bootskapitän aus Neuseeland. Wissenschaftler hatten gewarnt, dass die Luft auf der Insel immer noch so giftig sei, dass ein einzelner Atemzug tödlich sein könne.

Am Freitag waren trotzdem sechs Leichen unter schwierigsten Bedingungen von der Insel geborgen worden. Der aktivste Vulkan des Landes war am Montag ausgebrochen. 27 Menschen werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien behandelt.

Mindestens zehn von ihnen befinden sich demnach in kritischem Zustand. Für Montag hat Regierungschefin Jacinda Ardern eine Gedenkminute für die Opfer angekündigt.

Vulkan trotz Aktivität von Touristen besucht

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin.

Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland in Privatbesitz ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt. Es war der erste tödliche Ausbruch seit 1914 – damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben.

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