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IS-Kämpfer Deso Dogg: Die Justiz hat seine Terror-Witwe im Visier

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 20.04.2019 Olaf Wunder
Denis Cuspert alias Deso Dogg © dpa/Di Matti Denis Cuspert alias Deso Dogg

Die Witwe des Berliner IS-Terroristen Denis Cuspert, bekannt als Gangsta-Rapper „Deso Dogg“, lebt in Hamburg. Und zwar unbehelligt, als wäre nichts passiert. Dabei hat sie mehrere Jahre im syrischen Rakka verbracht, zu einer Zeit als dies die Hochburg des IS war wie der KURIER berichtete.

Inzwischen kommt immer mehr über die heute 34-jährige Omaima A. ans Tageslicht. Bei der Frau handelt es sich nach KURIER-Information um die Tochter der Tunesierin Noura A., die 2012 in Hamburg mit dem Plan Schlagzeilen machte, ein Kaufhaus mit ausschließlich islamischen Geschäften zu eröffnen.

Schon damals wies der Hamburger Verfassungsschutz darauf hin, dass hinter der Kaufhausidee Salafisten stecken. Insider glauben, dass schon damals Tochter Omaima A. die Fäden zog.

2015 heiratete Omaima A. den Frankfurter Islamisten Nader Hadra

Bisher hieß es, dass sich Omaima A. 2011 radikalisiert hat. 2015 heiratete sie den Frankfurter Islamisten Nader Hadra und folgte ihm zum IS nach Syrien. Nachdem Hadra im Kampf getötet worden war, heiratete Omaima A. Denis Cuspert.

Die IS-Vergangenheit von Omaima A. ist nur deshalb an die Öffentlichkeit gekommen, weil die arabische TV-Journalistin Jenan Moussa das Smartphone, das Omaima A. offenbar in Syrien zurückließ, zugespielt bekommen hat. Darauf 24000 Dateien – zum Beispiel Fotos, die Omaima A. bewaffnet zeigen.

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Auf anderen ist sie zusammen mit Denis Cuspert zu sehen. Es gibt auch Fotos, auf denen ihre Kinder in IS-Uniform gekleidet mit Waffen posieren. Nach KURIER-Informationen ermittelt der Generalbundesanwalt (GBA) gegen Omaima A. wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Darauf angesprochen, teilte er mit, dass er dies nicht dementieren werde.

Omaima A. hat bisher zu den Vorwürfen, engsten Kontakt zur IS-Spitze gehabt zu haben, keine Stellung bezogen 

Dass Omaima A. seit ihrer Rückkehr aus Syrien unbehelligt in Deutschland leben kann, macht die arabische Journalistin Moussa fassungslos. „Im Irak und in Syrien hat der IS Zehntausende auf dem Gewissen und diese Frau kann sich mitten in Hamburg ein neues Leben aufbauen“, so Moussa gegenüber „Spiegel Online“. Das wirke so, als seien der Bundesrepublik die vielen IS-Opfer egal. Omaima A. hat bisher zu den Vorwürfen, engsten Kontakt zur IS-Spitze gehabt zu haben, keine Stellung bezogen.

Vor wenigen Tagen warnte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) vor einem erhöhten Sicherheitsrisiko durch IS-Rückkehrer. Laut Verfassungsschutz ist 2018 die Zahl der Menschen, die dem sogenannten islamistisch-terroristischen Personenpotenzial zugeordnet werden, um mehr als 300 auf 2240 gestiegen.  

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