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Junge stirbt bei Ruder-Training: Weiter Fall für Justiz

dpa-Logodpa 01.04.2020 dpa
Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel. © Foto: Volker Hartmann/dpa/Symbolbild Justitia mit Holzhammer und Aktenstapel.

Fast fünf Jahre nach dem tödlichen Unfall eines 13-Jährigen beim Ruder-Training am Starnberger See geht das Tauziehen um eine strafrechtliche Aufarbeitung des Falles weiter. Das Amtsgericht Starnberg stellte das Verfahren gegen zwei Betreuer ein. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft München II Beschwerde ein, wie die Anklagebehörde am Dienstagabend mitteilte. Sofern das Amtsgericht Starnberg dieser Beschwerde nicht abhelfe, habe darüber nun das Landgericht München II zu entscheiden.

Am 19. April 2015 war der 13-jährige Schüler bei einem Training mit mehreren Kindern in einem Einerboot abgetrieben. Offensichtlich kenterte er und ertrank im kalten Wasser. Den beiden Übungsleitern wurde vorgeworfen, die Aufsichtspflicht verletzt zu haben.

Durch mehrere juristische Verwicklungen kam es nicht zum Prozess. Beim Amtsgericht Starnberg war die Einstellung des Verfahrens gegen die beiden Übungsleiter gegen Geldauflagen bereits im vergangenen Jahr erwogen worden.

Der «Münchner Merkur» hatte im vergangenen Herbst berichtet, das Fehlen des Buben sei erst bemerkt worden, als der Vater seinen Sohn am Abend nach dem Training abholen wollte. Der Bub sei ohne Schwimmweste unterwegs gewesen. Mehrere Tage wurde nach dem Schüler gesucht. Teils waren mehr als hundert Einsatzkräfte, darunter auch Taucher, unterwegs. Tage später fanden sie die Leiche des Kindes im Wasser.

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