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Kinder gefoltert: Eltern müssen Jahrzehnte in Haft

dpa-Logodpa 20.04.2019 dpa

Ein kalifornisches Ehepaar, das seine Kinder unter grausamen Bedingungen gefangengehalten hat, ist zu mindestens 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Medienvertreter stehen vor dem Haus in Perris, in dem das Ehepaar Turpin seine Kinder gefangengehalten hatte. © Foto: Andrew Foulk/ZUMA Wire/Archiv Medienvertreter stehen vor dem Haus in Perris, in dem das Ehepaar Turpin seine Kinder gefangengehalten hatte.

Die 50 Jahre alte Louise Turpin und ihr 57 Jahre alter Mann David wurden wegen Folter, schwerer Misshandlung und Vernachlässigung von 12 ihrer 13 Kinder schuldig gesprochen, wie die «Los Angeles Times» und andere US-Medien berichteten. Das Strafmaß lautete 25 Jahre bis lebenslang, das heißt, beide müssen mindestens 25 Jahre absitzen, bevor sie auf Begnadigung hoffen können. Das Ehepaar hatte sich im Februar bei dem Prozess in Riverside schuldig bekannt.

Die Vorfälle in dem Haus der Familie in der Stadt Perris südöstlich von Los Angeles waren ans Licht gekommen, als einer 17 Jahre alten Tochter die Flucht gelungen war. Das Mädchen alarmierte über ein Handy die Polizei. Ihre Flucht hatte sie laut den Ermittlern zwei Jahre lang geplant. Als Polizisten das Haus aufsuchten, waren drei der Kinder angekettet. Medien sprachen von einem «Horrorhaus».

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Der Staatsanwaltschaft zufolge soll die Misshandlung der Geschwister nach dem Umzug der Familie von Texas nach Kalifornien im Jahr 2010 begonnen haben. Demnach wurden die Kinder mit Ketten gefesselt und an ihre Betten gebunden. Sie seien oft geschlagen geworden und hätten kaum zu essen bekommen. Die Kinder - die zu diesem Zeitpunkt zwei bis 29 Jahre alt waren - waren unterernährt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Am Freitag äußerten sich einige der Kinder zum ersten Mal vor Gericht. Eines der Opfer sagte laut US-Medien: «Meine Eltern haben mir mein ganzes Leben genommen, aber ich nehme es mir jetzt zurück.»

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