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Langeweile macht Räuber: "Ich wollte mal etwas Neues ausprobieren – da habe ich die Bank ausgeraubt"

NEON-Logo NEON 24.03.2019 Malte Mansholt
Bankraub ist dann doch ein etwas extremes Hobby. © Getty Images/YinYang Bankraub ist dann doch ein etwas extremes Hobby.

Zuviel Routine macht das Leben fad. Die Konsequenz eines 19-Jährigen ist aber doch etwas viel: Er entschied sich, einfach mal eine Bank auszurauben. So zur Abwechslung eben.

Wie langweilig genau das Leben von Xengxai Y. nun war, wissen wir jetzt nicht, das Bedürfnis nach etwas Aufregung scheint aber ziemlich groß gewesen zu sein. Der 19-Jährige wurde am Montag verhaftet, weil er gerade eine Bank ausgeraubt hatte. Nach den Gründen gefragt, sagte er der Polizei: "Ich entschied, dass ich heute etwas Neues ausprobieren wollte. Deshalb raubte ich die Bank aus."

Dem Polizeibericht zufolge spazierte Y. schwarz gekleidet und mit einer Ski-Maske vermummt in die Bank in seiner Heimatstadt Appleton im US-Bundesstaat Wisconsin. Dort zog er ein Gewehr, forderte eine Angestellte auf, die Arme zu heben und den Manager herbei zu rufen. Dann verlangte er 10.000 Dollar in Bar. Man will ja nicht gierig sein. Nachdem die Bänker das Geld aus den Kassen geholt hatten, fesselte er sie mit Kabelbindern und latschte wieder heraus.

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Besonders unauffällig war er dabei aber wohl nicht. Draußen wurde ein Polizist misstrauisch, als Y mit Sonnenbrille – und immer noch mit Skimaske – recht eilig aus Richtung der Bank an ihm vorbei lief. Wenig überraschend entdeckte er bei der folgenden Durchsuchung das gestohlene Geld, weitere in der Tasche steckende Kabelbinder und das in seinem Hosensaum steckende, geladene Kleinkalibergewehr.

Auf der Wache schockierte Y. dann die Polizisten mit seiner naiven Aussage, er wollte nur mal etwas Neues ausprobieren. Andere Gründe ließ er sich auch im Verhör nicht entlocken. Geplant hatte er den Raub nach eigenen Angaben nicht. Das Gewehr mit abgesägtem Stutzen und Lauf wollte er vor dem Raub nicht geladen haben, erst nachdem er das Geld hatte, will er eine Kugel eingelegt haben. Mit den Fesseln wollte er die Angestellten davon abhalten, Alarm zu schlagen, sagte er den Polizisten.

Seine Neugier dürfte Y. nun noch eine Menge Ärger einbringen. Am Mittwoch soll er wegen Bankraub mit einer gefährlichen Waffe vor Gericht erscheinen, bis dahin sitzt er in Untersuchungshaft. Seine Kaution wurde auf 250.000 Dollar festgesetzt. Vielleicht kann er sich die relativ sichere Gefängnisstrafe ja auch einfach als "etwas Neues" schönreden. Und sich nächstes Mal ein weniger dämliches Hobby ausdenken. Hallen-Halma zum Beispiel, oder ein Wochenendjob als Rodeo-Clown.

Quelle: Post Crescent, Outagamie County Sheriffs Office 

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