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Mörder in Tennessee hingerichtet

dw.com-Logo dw.com 10.08.2018 dw.com
Provided by Deutsche Welle © Tennessee Department of Corrections/Reuters Provided by Deutsche Welle

Im US-Staat Tennessee ist zum ersten Mal seit neun Jahren wieder die Todesstrafe vollstreckt worden. Der Supreme Court hatte einen weiteren Aufschub der Hinrichtung von Mörder Billy Ray Irick kurz zuvor abgelehnt.

Der verurteilte Mörder Irick wurde als erster Todeskandidat in Tennessee mit einer umstrittenen neuen Kombination aus drei chemischen Substanzen hingerichtet. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte am Donnerstag einen Aufschub abgelehnt. Richterin Sonia Sotomayor wies Befürchtungen zurück, wonach die Hinrichtung große Schmerzen verursachen könne.

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Die Giftspritze enthielt das Betäubungsmittel Midazolam. In der Vergangenheit sei kritisiert worden, dass das Mittel nicht stark genug wirke, berichtete die "Washington Post". Zudem wurden Kaliumchlorid und die lähmende Substanz Vecuroniumbromid eingesetzt. Bevor Irick den Giftcocktail injiziert bekam, hatte er die Möglichkeit, sich noch einmal zu äußern: "Ich möchte nur sagen, dass es mir wirklich leid tut", sagte er.

Seit neun Jahren keine Hinrichtung in Tennessee

Der 59 Jahre alte Irick war 1986 wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer Siebenjährigen zum Tode verurteilt worden. Er hatte auf das Kind aufpassen sollen. Das letzte Mal wurde die Todesstrafe in Tennessee im Dezember 2009 vollstreckt. Damals wurde Cecil Johnson hingerichtet, der 1980 drei Menschen getötet hatte, während er einen Laden ausraubte. Seitdem hatte Tennessee Probleme, die nötigen Chemikalien zu besorgen, um einen Menschen hinrichten zu können.

jmw/jj (dpa, ap)

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