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Mahnendes Beispiel: Mit "Greta-Shaming" gegen Einwegplastik: Warum in Israel Porträts der Schwedin aufgestellt werden

stern-Logo stern 09.11.2019 Viktoria Thissen
Greta Thunberg während eines Klimastreiks in Los Angeles © AFP/Frederic J. Brown Greta Thunberg während eines Klimastreiks in Los Angeles

In Israel wird zu kreativen Mitteln gegriffen, um den Verbrauch von Einwegplastik zu reduzieren. Fotos von Greta Thunberg werden in Büroküchen platziert und sollen zu einem umweltbewussteren Konsum anregen. 

Der Gang zur Kaffeemaschine in der Büroküche gehört für viele Mitarbeiter zur täglichen Routine. Warum sollte man diesen Vorgang also nicht nutzen, um auf ein globales Problem aufmerksam zu machen? Wie die Tageszeitung "Haaretz" aus Tel Aviv berichtet, haben Angestellte Fotos mit einer streng dreinschauenden Greta Thunberg neben Plastikbechern, -tellern oder -besteck deponiert.

Das Phänomen wurde bereits als "Greta Shaming" bezeichnet. Die mahnenden Blicke der 16-jährigen Schwedin sollen demnach nachdenklich machen und zum Umstieg auf wiederverwendbare Artikel anregen.

Greta Thunbergs mahnender Blick soll eine Botschaft verbreiten

Allison Kaplan Sommer, eine Redakteurin der Zeitung "Haaretz", hat einige der Bilder aus unterschiedlichen Küchen auf Twitter verbreitet.

Auf einem der Fotos, das eine sichtlich wütende Thunberg zeigt, steht "How dare you" (dt. Wie könnt Ihr es wagen) - ein Verweis auf ihre denkwürdige Rede beim UN-Gipfel in New York, die viral ging. Darin beschuldigte sie die Staats- und Regierungschefs aus aller Welt ihre Träume und ihre Kindheit "mit ihren leeren Worten zu stehlen".

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Die Stadt Tel Aviv hat kürzlich ein Verbot von Einweg-Kunststoffen in öffentlichen Schulen und Kindergärten beschlossen. Sowohl Ikea als auch SodaStream versicherten, dass sie den Verkauf von Einweg-Plastikartikeln in Israel einstellen würden. Allerdings wollen sich viele Unternehmen, einschließlich der israelischen Armee, dem Trend gegen die Beseitigung von Plastik derzeit noch nicht anschließen, wie "Haaretz" berichtet. 

Eine aktuelle Vergleichsstudie der israelischen Umweltorganisation "Adam Teva V'Din" hat ergeben, dass Israel täglich mehr als das Doppelte des internationalen Durchschnitts an Plastikabfällen pro Person verursacht. Außerdem rangiert das Land an dritter Stelle unter den Staaten, die für die Plastikverschmutzung im Mittelmeer verantwortlich sind. Da kann ein strenger Blick der Klimaaktivistin an der ein oder anderen Stelle bestimmt nicht schaden. 

Quellen: "Twitter"; "Haaretz"

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