Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Mann stürzt sich mit Gummiball in Niagarafälle - und stirbt

DIE WELT-Logo DIE WELT 19.06.2017

Aus einer Laune heraus hatte sich Kirk Jones 2003 die Niagarafälle hinabgestürzt. Er überlebte, als erster Mensch seit Jahrzehnten. Nun hat er es erneut probiert. Für ein zweites Wunder reichte sein Glück nicht.

Kirk Jones überlebte 2003 einen Sturz in die Wassermassen © AP/Detroit Free Press Kirk Jones überlebte 2003 einen Sturz in die Wassermassen

Der erste Mensch seit 1960, der einen Sprung in die Niagarafälle ohne Sicherheitsmaßnahmen unversehrt überlebt hat, ist US-Medienberichten zufolge bei einem weiteren Versuch ums Leben gekommen. Bei einer kürzlich im Niagara-Fluss gefundenen Leiche handele es sich um den 53-jährigen Kirk Jones, berichtete die Lokalzeitung "Syracuse Post-Standard" unter Berufung auf die Polizei des Nationalparks.

Örtlichen Behörden zufolge versuchte Jones am 19. April dieses Jahres, sich in einem aufblasbaren Ball die 51 Meter hohen Wasserfälle hinabzustürzen. Der Ball wurde demnach leer am Fuße der Wasserfälle gefunden.

Jones hatte sich bereits im Jahr 2003 die Wasserfälle hinuntergestürzt und wie durch ein Wunder überlebt. Zuletzt war das im Jahr 1960 passiert, berichtete die Zeitung "Niagara Gazette". Damals war der siebenjährige Roger Woodward ins Wasser gestürzt, ohne eine Rettungsjacke zu tragen.

Jones litt an Depressionen

Beim ersten Mal war Jones über die Absperrung geklettert, um sich in die Wassermassen an der Grenze zwischen den USA und Kanada zu stürzen. Er betonte anschließend, er habe sich mit dem Sprung in die Fluten nicht das Leben nehmen wollen. Er habe aus einem Impuls heraus gehandelt. Allerdings räumte er später vor Gericht ein, dass er an Depressionen gelitten hatte.

Nach dem Sturz hatte er angegeben, er sehe ein, dass es "wirklich dumm" gewesen sei, sich in die Fluten zu stürzen. Er verstehe, "warum Menschen sterben", die den Wasserfall hinunterstürzen. Die Wassermassen seien kalt wie Eis gewesen und der Druck so groß, dass er Angst hatte, dass sein Kopf abgerissen werden würde, zitierte ihn die "Niagara Gazette".

Erst vor wenigen Tagen hatte die US-Akrobatin Erendira Wallenda sich an einem Hubschrauber baumelnd über die tobenden Wassermassen der Niagarafälle fliegen lassen. Dabei führte sie eine Reihe spektakulärer akrobatischer Übungen vor.

Der Auftritt erfolgte am fünften Jahrestag einer ebenfalls spektakulären Aktion ihres Mannes, Nik Wallenda. Dieser war auf einem Seil über die Niagarafälle balanciert.

Wer Suizidgedanken hat, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Sprechen dabei, die Gedanken zumindest vorübergehend auszuräumen. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist oder sich um nahestehende Personen sorgt, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: Sie bietet schnelle Hilfe an und vermittelt Ärzte, Beratungsstellen oder Kliniken unter der Nummer 0800/1110111.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von DIE WELT

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon