Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Mann stirbt bei Unfall mit E-Scooter

SZ.de-Logo SZ.de vor 5 Tagen Von Christina Kunkel
Der Fahrer eines elektrischen Tretrollers ist in Paris bei einem Unfall ums Leben gekommen. © dpa Der Fahrer eines elektrischen Tretrollers ist in Paris bei einem Unfall ums Leben gekommen.

• Der tödlich verunglückte Scooter-Fahrer soll die Vorfahrt eines Lastwagens nicht beachtet haben.

• Zuletzt hatte Bürgermeisterin Anne Hidalgo weitere Einschränkungen für die Nutzung der Roller angekündigt.

• Eine Studie aus Frankreich zeigt zudem, dass E-Scooter kaum Fahrten mit dem Auto ersetzen.

Mann stirbt bei Unfall mit E-Scooter

Der Fahrer eines elektrischen Tretrollers ist in Paris bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der 25-Jährige sei am Montagabend von einem Lastwagen angefahren worden, wie mehrere französische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten.

Demnach soll der Fahrer des E-Scooters die Vorfahrt des Lasters nicht beachtet haben. Nach Angaben des Senders Franceinfo handelt es sich um den ersten tödlichen Unfall mit einem elektrischen Tretroller in der französischen Hauptstadt. Zuletzt war ein Fußgänger in der Stadt Levallois-Perret bei Paris gestorben, nachdem er von einem E-Scooter erfasst wurde.

Die Top-Themen der MSN-Leser:

Per Schokoriegel: Online-Plattform für Drogenhandel aufgedeckt

Beunruhigende Funde: Tropische Zecke hat in Deutschland überwintert

Nach Verdacht wieder frei: Vater soll Tochter missbraucht haben

Erst in der vergangenen Woche hatte die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo weitere Einschränkungen für die Nutzung der Roller angekündigt. Sie sollen etwa künftig nicht mehr auf Gehwegen geparkt werden dürfen. Die E-Scooter sollen außerdem in den Parks und Gärten von Paris verboten werden. Nachdem es anfänglich erlaubt war, es in der französischen Hauptstadt mittlerweile verboten, mit den Rollern auf Gehwegen zu fahren. Die Roller hätten sich auf eine "anarchistische Weise" vervielfacht, monierte Hidalgo auf Twitter. Derzeit gebe es zwölf Betreiber mit rund 20 000 E-Scootern, ohne Regulierung würden es bis zum Jahr 2020 40 000 sein. In der vergangenen Zeit hatten sich laut Hidalgo Unfälle gehäuft.

Zudem zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsfirma 6T, bei der 4300 E-Scooter-Fahrer in den französischen Städten Paris, Lyon und Marseille befragt wurden, dass die Tretroller vor allem ein Verkehrsmittel für Strecken sind, die sonst zu Fuß zurückgelegt worden wären. 47 Prozent der Nutzer gaben an, dass sie den Weg sonst gelaufen wären, 29 Prozent hätten öffentliche Verkehrsmittel genutzt. Der Effekt, den sich auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) für Deutschland von der Zulassung der E-Scooter erhofft - nämlich dass Menschen dafür ihr Auto stehen lassen - bestätigt sich zumindest in Frankreich bislang nicht. Nur 8% der Befragten fuhren eine Strecke mit dem E-Scooter, die für die sie sonst ein Auto genutzt hätten. Fast jeder zweite Rollerfahrer besitzt mindestens ein eigenes Auto.

Was die Studie auch ergab: E-Scooter sind vor allem bei Touristen beliebt. 42 Prozent der Befragten gaben an, zu Gast in Frankreich zu sein. Die durchschnittliche Nutzung der Leihroller lag bei 19 Minuten, was aber immer noch einen Preis von 3,85 Euro bedeutet - das ist rund doppelt so viel wie ein Metroticket in Paris kostet.

In Deutschland sollen E-Scooter voraussichtlich ab dem 15. Juni zugelassen sein. Es muss sich aber zeigen, an welchem Tag genau die Regelungen im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden. Eine Helmpflicht ist bisher nicht vorgesehen. Die Tretroller dürfen in Deutschland nicht auf Gehwegen fahren, sondern müssen auf Radwegen oder der Straße bleiben.

Mehr auf MSN

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von SZ.de

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon