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Mindestens 67 Menschen sterben bei Feuer an Benzinpipeline

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 19.01.2019 RP ONLINE
 Streitkräfte der Armee arbeiten an dem Ort, an dem die Benzinleitung explodiert ist und hohe Flammen in die Luft schlagen. © Handout Streitkräfte der Armee arbeiten an dem Ort, an dem die Benzinleitung explodiert ist und hohe Flammen in die Luft schlagen.

Mexiko-Stadt. Durch ein Feuer an einer angezapften Pipeline sind in Mexiko mindestens 67 Menschen gestorben. Dutzende weitere wurden nach Behördenangaben bei dem Unglück verletzt, als sie an der illegal angezapften Treibstoffleitung Benzin in Behälter abfüllten.

Fernsehbilder zeigten fliehende Menschen und verbrannte Leichen. Erst nach Stunden war das Feuer unter Kontrolle.

Das Unglück ereignete sich in dem Ort Tlahuelilpan im Osten des Bundesstaats Hidalgo. Dutzende Menschen waren zu der Benzinleitung geeilt, um sich illegal mit Treibstoff zu versorgen, als es zu einer Explosion kam und Feuer ausbrach.

Zeugen schilderten erschütternde Szenen vom Unglücksort. "Ich war gerade gekommen um nachzusehen, was los ist, als sich die Explosion ereignete. Ich bin den Leuten zu Hilfe geeilt", sagte der 47-jährige Fernando García der Nachrichtenagentur AFP. "Ich musste zwischen den Überresten von Menschen gehen, die vollständig verbrannt waren."

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Noch Stunden nach dem Unglück brachten Rettungswagen Menschen mit Verbrennungen in die Krankenhäuser der Region. Die Krankenhäuser waren überfüllt. Präsident Andrés Manuel López Obrador besuchte am frühen Samstagmorgen die Unglücksstelle. Er hatte erst kürzlich dem Treibstoffdiebstahl den Kampf angesagt.

Durch das illegale Anzapfen von Pipelines gingen dem mexikanischen Staat in den vergangenen zwei Jahren nach offiziellen Angaben rund drei Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) verloren. Mehrere Treibstoffleitungen wurden von der Regierung geschlossen, um das Treiben krimineller Banden zu stoppen.

Die neue Strategie des Präsidenten führte in den vergangenen Tagen in einigen mexikanischen Bundesstaaten zu Benzin- und Dieselknappheit. In vielen Landesteilen müssen die Menschen stunden- oder sogar tagelang Schlange stehen, um ihre Autos aufzutanken.

Auch in Tlahuelilpan machten Bewohner die Treibstoffknappheit für den tödlichen Zwischenfall verantwortlich. "Viele Leute sind wegen der Benzinknappheit mit ihren Kanistern gekommen", sagte der 55-jährige Martín Trejo, der vor Ort verzweifelt nach seinem Sohn suchte.

Derweil meldete der Ölkonzern Pemex einen weiteren Brand an einer Pipeline im Bundesstaat Querétaro. Auch dort sei das Feuer an einer Stelle ausgebrochen, an der Menschen illegal Treibstoff abzapften. Allerdings sei in der Wüstengegend niemand verletzt worden.

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