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Missbrauch auf Campingplatz: Ermittler suspendiert – ließ er Beweise verschwinden?

EXPRESS-Logo EXPRESS 14.03.2019 express
Auf dem Campingplatz Eichwald parkt vor der inzwischen eingezäunten Parzelle des mutmaßlichen Täters ein Polizeiauto. © dpa Auf dem Campingplatz Eichwald parkt vor der inzwischen eingezäunten Parzelle des mutmaßlichen Täters ein Polizeiauto.

Skandalöse neue Erkenntnisse im Fall der missbrauchten Kinder auf einem Campingplatz in Lügde (NRW). 

Fall Lügde: Beamter suspendiert

Ein zeitweiliger Leiter der Ermittlungskommission in Lippe wurde vorläufig vom Dienst suspendiert. Der Beamte des Kriminalkommissariats Bad Salzuflen habe die Kommission von Mitte Dezember bis Anfang Januar geführt, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags. Gegen ihn bestehe in einem anderen Sexualstraffall der Verdacht der Strafvereitelung im Amt.

Reul_Mathies_14032019 © dpa Reul_Mathies_14032019

Wie auch im Fall Lügde seien Beweismittel in jenem Fall nicht mehr auffindbar gewesen. Gegen den Beamten seien Strafanzeige gestellt und ein Disziplinarverfahren eröffnet worden.

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Ermittlungsverfahren gegen Beamte eingeleitet

Der suspendierte Beamte hatte als Tutor auch den Kommissarsanwärter betreut, der die später aus einem nicht gesicherten Asservatenraum verschwundenen 155 CDs und DVDs gesichtet hatte. Der Verlust der Beweismittel wurde erst Wochen später bemerkt. Die Staatsanwaltschaft Detmold habe inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt wegen Diebstahls eröffnet, erklärte Reul.

Lügde_Beweise_Sicherung_14032019 © dpa Lügde_Beweise_Sicherung_14032019

Im Fall Lügde waren drei Beamte aus der Führung der Polizei Lippe laut Innenministerium bereits versetzt worden.  

Missbrauch auf Campingplatz: Zahl der Opfer steigt

Derweil steigt die Zahl der Opfer immer weiter. Laut Reul auf mindestens 34. Bei 14 weiteren Personen bestehe der Verdacht, dass auch sie Opfer des vielfachen Missbrauchs auf einem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen geworden sein könnten. Reul rechnet daher mit noch mehr Opfern. Bislang waren die Ermittler von mindestens 31 Opfern ausgegangen.

Aktuell werden Reul zufolge fast 3,3 Millionen sichergestellte Bilder und fast 86 300 Videos ausgewertet. Insgesamt 24 Spezialisten werteten in Bielefeld die IT-Beweismittel aus.

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(mit dpa)

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