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Mit Fotos ihrer Kinder: Morddrohung! Hamburger Millionärs-Familie erpresst

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 12.07.2018
Ein schlafendes Kind (Symbolbild). © dpa Ein schlafendes Kind (Symbolbild).

Es ist die Albtraum-Vorstellung aller Eltern: Jemand bedroht die eigenen Kinder. Eine Hamburger Millionärsfamilie hat genau diesen Horror nun durchlebt. Die Täter kamen in die Wohnung der Familie, richteten Pistolen auf die schlafenden Kinder, fotografierten das Ganze und erpressten die Eltern mit den Bildern. Es gibt zwei Tatverdächtige – ob aber Anklage erhoben wird, ist ungewiss.

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Es war der Haushälter, der laut „Hamburger Abendblatt“ im Januar die grausige Entdeckung machte: Unter der Bettdecke im Kinderzimmer lagen Fotos. Bilder, auf denen Unbekannte Pistolen auf die beiden Jungen (7, 9) richteten, während diese schliefen.

Auch ein Erpresserschreiben fand der Haushälter: Die Mutter, die getrennt vom Vater der Kinder lebt, solle innerhalb von 48 Stunden 300.000 Euro zahlen, sonst würden die Kinder getötet werden. 

Polizei bringt Kinder sofort in Sicherheit

Der Haushälter alarmierte sofort die Mutter (39), die wiederum den Vater der Kinder anrief. Der verständigte die Polizei. Die Beamten brachten die Kinder sofort aus der Stadtwohnung in Sicherheit und inspizierten die Fotos. Laut „Abendblatt“ sind die Ermittler sicher, dass die Fotos echt sind. Das bedeutet: Jemand muss ins Haus gekommen sein und die Kinder im Schlaf fotografiert haben – eine gruselige Vorstellung.

Da es keine Einbruchsspuren gab, gingen die Ermittler schnell davon aus, dass der oder die Täter aus dem unmittelbaren Umfeld der Familie stammen müssten. Wochenlang wurde vor allem das Umfeld der Mutter unter die Lupe genommen. Schließlich gerieten der 43-jährige Lebensgefährte der Mutter und dessen 31-jähriger Bekannter ins Visier der Ermittler. 

Keine Hinweise auf Erpresserschreiben

Ende März schlugen die Beamten dann zu: Sie durchsuchten mehrere Wohnungen in Hamburg und Berlin, die in Zusammenhang mit den Männern stehen sollen. Laut „Abendblatt“ konnten diverse Unterlagen, Computer und Datenträger sichergestellt werden. Was die Ermittler aber nicht fanden, waren Hinweise auf das Erpresserschreiben. 

Der Fall liegt mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft. Ob die aber tatsächlich Anklage erhebt, ist unklar. Die Beweislage sei sehr dünn – auch, da der oder die Erpresser sich nicht noch einmal gemeldet haben.

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